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Fest verbaute Akkus angeblich gesetzeswidrig, wohl eher nicht (Kommentar)

Denny Fischer

Veröffentlicht

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Akku-laden

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Über fest verbaute Akkus zerreißen wir uns bekannterweise seit Jahren die Mäuler, was aber eigentlich nicht sein müsste, denn theoretisch wird diese Bauart vom deutschen Gesetz sowieso untersagt. Das zumindest wird derzeit behauptet und natürlich mit den entsprechenden Passagen aus dem deutschen Elektrogesetz untermauert. So muss bei Elektro- und Elektronikgeräten in Deutschland per Gesetz „eine problemlose Entnehmbarkeit der Batterien und Akkumulatoren sichergestellt“ sein.

Und genau da würde ich die jetzt aufgekommene Diskussion gern aufhängen, denn was ist eine „problemlose Entnehmbarkeit“? Ich als versierter Nutzer würde darunter verstehen, dass der Akku zugänglich sein muss. Bei meinem RAZR i von Motorola würde das den Schraubendreher erfordern, bei einem Samsung-Gerät lediglich den Fingernagel zum Öffnen des Akkudeckels. Ist für mich beides problemlos, denn ich muss keine Gewalt anwenden und erreiche den Akku mit herkömmlichen Hilfsmitteln.

Und genau deswegen verbauen Hersteller auch feste Akkus in Notebooks, Smartphones, Tablets und anderen Geräten. Denn in Deutschland und offenbar auch allen anderen Staaten ist das per Gesetz nicht eindeutig untersagt. Schwammige Formulierungen gibt es sicherlich nicht nur bei uns, doch die helfen den Verfechtern von Akkudeckeln aus Plastik nur wenig. Abgesehen von der nichtssagenden Formulierung im Gesetz könnte der Gesetzgeber nicht mal Sanktionen gegen die Hersteller verhängen, denn „eine Ermächtigungsgrundlage für ein behördliches Einschreiten ist in diesem Zusammenhang im ElektroG nicht vorhanden“, wie man bei it-recht Kanzlei München berichtet.

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(via Twitter /2)

7 Kommentare

7 Comments

  1. Sasch

    27. März 2013 at 20:19

    Nur, weil die komplette mögliche Bandbreite dieses Gesetzes bisher noch nicht ausgeschöpft wurde, heißt das bei weitem nicht, dass das Vorgehen der Hersteller uneingeschränkt in Ordnung ist.
    Da bedarf es vermutlich erst eines Präzedenzfalles bzw. Grundsatzentscheids. Als Laie wage ich nicht, die Kompetenz der zitierten Kanzlei in Frage zu stellen. Aber man sollte immer im Hinterkopf haben, dass zwei Juristen uU verschiedene Ansichten zu der gleichen Thematik haben.

    • dennyfischer

      dennyfischer

      27. März 2013 at 22:38

      Stimme ich dir vollkommen zu. Wollte ja auch nur untermauern, dass anders als von vielen behauptet, es eben keine klaren Aussagen im Gesetzt gibt.

      Mal sehen, ob das im Sande versinkt oder mal noch ein „großes“ Thema wird.

  2. Mo

    27. März 2013 at 20:57

    Ich find es wirklich schlimm, solche Geräte wie das HTC One und die Apple Dinger …
    Akkus sind immer die Teile, die am schnellsten kaputt gehen und wenn man ihn nicht austauschen kann, entsteht Müll. Die sollten die erheblichen Nachteile mal gegen die wirklich unnötigen Vorteile stellen und mal nicht so einen Müll produzieren

    • dennyfischer

      dennyfischer

      27. März 2013 at 22:39

      Schlechte Erfahrungen? Ich glaube zuletzt ging bei meinem Nokia 3310 mal ein Akku „kaputt“. Hatte seither nie einen defekten Akku, egal ob Smartphone, Tablet oder Notebook.

    • sparvar

      28. März 2013 at 12:29

      austausch ist möglich – vielleicht nicht in 5min udn evtl nicht von dir selber. aber ohne probleme möglich.

  3. Paul

    28. März 2013 at 08:23

    Hinsichtlich der Lebensdauer bzw. Nutzungsdauer eines Smartphones finde ich fest verbaute Akkus auch nicht schlimm. Meine Smartphones landen meist im Jahreszyklus auf Ebay, werden dort vielleicht 1-2 Jahre weiter genutzt und sind dann doch eh veraltet als dass sie jemand noch nutzt. Oder hat jemand noch ein HTC Dream in Benutzung?

    • dennyfischer

      dennyfischer

      28. März 2013 at 10:31

      Leider nicht, könnte aber mal eins für die Vitrine besorgen :D

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