Das Ende der billigen Android-Smartphones

Smartphone Hero 2
  • Neue Richtlinien greifen Android-OEMs an.
  • Der Markt wird sich ausdünnen.
  • Dafür ist die Software länger aktuell.

Es sieht nun schlecht für alle Kunden aus, die auf günstigere Smartphones zurückgreifen müssen. Politische Entscheidungen innerhalb der EU sind zwar grundsätzlich positiv für die Kunden, aber bringen auch Nachteile mit.

Eine geplante Update-Pflicht ist nun viel umfangreicher als noch vor einem Jahr angedacht. Sie soll sich einerseits über fünf Jahre erstrecken und das für Sicherheitsupdates sowie Funktionsupdates gleichermaßen.

Entwicklung wird für Hersteller wesentlich umfangreicher

Kommen neue Android-Versionen an den Markt oder neue Versionen von Bedienoberflächen wie One UI oder MIUI, dann haben die Hersteller außerdem nur wenige Monate Zeit, alle verpflichteten Geräte zu aktualisieren.

Das klingt erst mal positiv, wird aber hinter den Kulissen eine Kostenexplosion verursachen. Einige Android-Hersteller können günstige Smartphones vorrangig deshalb anbieten, weil sie die Kosten nach dem Verkauf niedrig halten.

Die bislang überschaubare Pflege der Software, oft nur auf maximal zwei Jahre begrenzt, wird es dann nicht mehr geben können. Das ist gut, aber auch teuer. Ich glaube, dass sich der Markt im unteren Preissegment in Europa ausdünnen wird.

Weniger Budget-Smartphones, dafür werden Altgeräte interessanter

Nun gibt es aber die Möglichkeit, das auch positiv zu sehen. Kunden müssen dann vielleicht 250 statt 150 Euro für ihr Budget-Handy bezahlen, bleiben aber fünf Jahre bei der Software auf dem aktuellsten Stand und eine verbesserte Ersatzteilversorgung wird es zusätzlich geben.

Eine andere Möglichkeit ist es, ein vielleicht schon zwei Jahre altes Smartphone als echtes Schnäppchen zu ergattern und man hat dann immer noch drei Jahre die neuste Software garantiert. Man könnte sich zum Beispiel heute ein Pixel 4 (2019) kaufen und es wäre immer noch für zwei Jahre auf dem aktuellsten Stand.

Es gibt also sicherlich einige Verschiebungen am Smartphone-Markt (womöglich ab 2025), aber Kunden und Nutzer profitieren unterm Strich.

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