Ausreichend Kontrolle über die eigene Privatsphäre wird Android erst mit Version Q bieten können. In einer Studie (via Cnet) wurden mehr als 1000 Android-Apps im Google Play Store gefunden, die diverse Nutzerdaten trotz fehlender Berechtigung aus dem Android-System auslesen können. Apps umgehen also das bisherige System der Berechtigungen, das im Android-Betriebssystem hinterlegt ist, um zum […]

Ausreichend Kontrolle über die eigene Privatsphäre wird Android erst mit Version Q bieten können. In einer Studie (via Cnet) wurden mehr als 1000 Android-Apps im Google Play Store gefunden, die diverse Nutzerdaten trotz fehlender Berechtigung aus dem Android-System auslesen können. Apps umgehen also das bisherige System der Berechtigungen, das im Android-Betriebssystem hinterlegt ist, um zum Beispiel Standortdaten auszulesen.

Forscher des International Computer Science Institute fanden bis zu 1.325 Android-Apps, die Daten von Geräten sammelten, auch nachdem ihnen die Erlaubnis ausdrücklich verweigert wurde.

Tricks helfen beim Auslesen von Daten, Google reagiert mit Android Q

Die 1.325 Apps, die gegen die Berechtigungen von Android verstoßen haben, verwendeten in ihrem Code versteckte Workarounds, die personenbezogene Daten aus Quellen wie Wi-Fi-Verbindungen und Metadaten, die auf Fotos gespeichert waren, auslesen können.

Die Forscher stellten fest, dass Shutterfly, eine App zur Fotobearbeitung, GPS-Koordinaten von Fotos erfasst und diese Daten an die eigenen Server gesendet hatte, auch wenn Benutzer der App den Zugriff auf Standortdaten verweigerten.

Andere Apps sammelten Standortdaten, indem sie eine Verbindung zu Ihrem Wi-Fi-Netzwerk herstellten und die MAC-Adresse des Routers ermittelten. Sie fanden dies in Apps, die als intelligente Fernbedienungen fungierten und für deren Funktion Ihre Standortinformationen nicht benötigt wurden.

Apps nutzen andere Apps aus

Diese Apps würden ungeschützte Dateien auf der SD-Karte eines Geräts durchlesen und Daten sammeln, auf die sie keine Zugriffsberechtigung hatten. Wenn Sie also anderen Anwendungen den Zugriff auf personenbezogene Daten gestatten und sie diese in einem Ordner auf der SD-Karte gespeichert haben, können diese Spionageanwendungen diese Informationen aufnehmen.

Das liest sich alles nicht sonderlich gut. Leider für Android-Nutzer kein neues Thema. Immer wieder tauchen Android-Apps im Google Play Store auf, die schädlich sind oder zumindest für den eigenen Vorteil mit diversen Tricks arbeiten.

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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