Freecloud ist ein neuer Cloud-Dienst mit dem europäischen Gedanken. Wieder mal versucht ein europäisches Unternehmen, im Internet mit den Großen mitzuhalten. Neu ist jetzt die sogenannte Freecloud, welche Europa als Community sieht und entsprechend digital zusammenbringen möchte. Eine kostenlose weil durch Werbung finanzierte Basisversion der Freecloud gibt es für alle Nutzer ab sofort. Und für […]

Freecloud ist ein neuer Cloud-Dienst mit dem europäischen Gedanken. Wieder mal versucht ein europäisches Unternehmen, im Internet mit den Großen mitzuhalten. Neu ist jetzt die sogenannte Freecloud, welche Europa als Community sieht und entsprechend digital zusammenbringen möchte. Eine kostenlose weil durch Werbung finanzierte Basisversion der Freecloud gibt es für alle Nutzer ab sofort. Und für die gängigsten Betriebssysteme.

Die KONTENT GmbH aus dem Ruhrgebiet startet die erste kostenlose Cloud-Community um den europäischen Kulturaustausch zu fördern. Benutzer registrieren sich auf https://en.freecloud.eu unter Angabe ihrer E-Mail-Adresse und erhalten 1 GB Cloud-Speicherplatz, Terminkalender, Kontaktdatenbank, Chat und Videokonferenzen. Der Dienst ist neu und liegt in einer kostenlosen, werbefinanzierten Version vor.

Das besondere an der Europa-Cloud ist, dass Benutzer sich nach freier Wahl mehreren geografischen Regionen zuordnen können. Dadurch entstehen landesübergreifende Freundeskreise, die sich durch das Teilen von Dokumenten, Terminen und Kontaktdaten sowie über Chat und Videokonferenzen zu lokalen Themen austauschen können.

Freecloud beschränkt sich auf Europa

Weder sind andere Cloud-Dienste auf eine einzige Region beschränkt, noch lässt die etablierte Konkurrenz Cloud-Speicher und andere Dienste vermissen. Somit erschließt sich mir nicht ganz der Vorteil der Freecloud, auch wenn man die Daten derzeit nur in Deutschland speichert, auf ein Open Source-System setzt und Datenschutzrichtlinien einhält. Klingt zwar gut, nur ist das überhaupt entscheidend?

Die Funktionalitäten beruhen auf der Open Source Software Nextcloud, welche voraussichtlich auch demnächst bei der deutschen Bundesverwaltung zum Einsatz kommen wird.

Betrieben wird der Dienst im eigenen Rechenzentrum in Duisburg, Deutschland. Erhebung, Schutz und Weitergabe von personenbezogenen Daten erfolgen nach den strengen Richtlinien der Europäischen Kommission (GDPR).

Jedenfalls gibt es keine für den Massenmarkt interessante Vorteile. Wir nutzen Smartphones amerikanischer und chinesischer Unternehmen mit der Software amerikanischer und chinesischer Unternehmen. Ein Wechsel auf eine rein auf Europa begrenzte Lösung müsste daher schon komplett vollzogen werden. Oder seht ihr das anders?

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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