Nur weil das Android-Betriebssystem von Google stammt, sind nicht alle Funktionen eigene Ideen. Man schaut auch bei anderen ab, zum Beispiel bei Samsung.

Praktische und möglicherweise zukünftig beliebte Funktionen schauen die Smartphone-Hersteller schon immer voneinander ab. Gerade auch Google orientierte sich zuletzt stark an Samsung und Co., denn die Basisversion von Android ließ über viele Jahre ein paar Funktionen vermissen, die man bei den Geräten anderer Hersteller schon immer bekam. Auch das neue Android 11 hat Veränderungen und Neuerungen an Bord, die sich Google woanders abgeschaut hat.

Von den amerikanischen Kollegen gibt es eine kleine Beispielliste, welche Funktionen in Android 11 nicht unbedingt direkt aus der Feder von Google stammen, sondern von Samsung abgeschaut wurden. Ausgerechnet von Samsung, der marktführende Smartphone-Hersteller steht schon jahrelang meist für seine Software in der Kritik. Mit der Einführung der One UI hat sich aber vieles gewandelt und ist besser geworden, keine Spur mehr von Touchwiz.

Google hat auch bei Samsung abgeschaut

Bubbles: Samsung nennt diese Funktion nur anders, sie heißt „Pop-up-Fenster für Benachrichtigungen“ und ist schon seit einigen Jahren dabei. Darüber kann man schnell auf Apps im schwebenden Zustand zugreifen, wobei sich Google auf Chat-Apps beschränkt.

Screenshot Pop-up: Früher hat Android Screenshots einfach gespeichert. Heute taucht hingegen ein kleines Fenster auf, welches das Teilen und Bearbeiten erlaubt. Samsung war auch diesbezüglich Vorreiter, Google hat nachgebaut.

Smarthome-Steuerung: Über die Einschalttaste kommt man in Android 11 besonders schnell an die eigenen Smarthome-Geräte. Mein persönliches Highlight. Samsung bot das so ähnlich bereits vorher an, nur im Bereich der Schnelleinstellungen.

Wlan-Verbindungen, Darkmode-Zeitplan und Bildschirmaufnahme: Zu weiteren nicht gerade exklusiven Neuerungen zählen Systemfunktionen wie die Videoaufnahme des Bildschirms, also der Screenshot in Bewegtbild. Hatten andere Hersteller schon lange vor Google.

Ebenso die Möglichkeit, den Darkmode nach einem Zeitplan arbeiten zu lassen. Zu guter Letzt bietet Android 11 an, ausgewählte Wlan-Verbindungen nicht automatisch wieder aufzunehmen, nur weil man sich in Reichweite befindet.

Und vermutlich würden sich noch weitere Beispiele finden lassen.

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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1 Kommentar

  1. Video Popup, Floating Window und Deskmode (Developer option), Spiltscreen, kam auch von Samsung. Dafür basiert OneUi auf Android. Ist halt wie ein geben und nehmen.

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