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Gezielte Manipulation? US-Präsident fühlt sich wegen Google um deutlicheren Wahlsieg betrogen

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

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Donald Trump gehört zu einer Reihe an Menschen, die in erster Linie mit Lügen und Täuschungen immer wieder auf sich aufmerksam machen und damit sogar Menschenmassen begeistern können. Ähnliche politische Arbeitsweisen gibt es auch seit Jahren in Europa. Nun twitterte der US-Präsident, dass sein Sieg bei der Wahl 2016 ohne die Manipulationen in der Google-Suchmaschine (und anderen) wesentlich deutlicher ausgefallen wäre. Wait… what?

Google hätte die Suchergebnisse so gelenkt, dass sie für Hillary Clinton arbeiten. So der Vorwurf des Präsidenten. Google weist hingegen jede Schuld von sich. Ganz im Gegenteil, die Google-Suche arbeitet sehr individuell und orientiert sich zum Beispiel daran, was sie vom jeweiligen Nutzer schon weiß. Algorithmen lassen viele Details in die Suchergebnisse einfließen, wozu auch die Benutzerfreundlichkeit einer Webseite gehört, mit Sicherheit aber nicht das Ego von Donald Trump.

Google und Clinton weisen Vorwürfe klar zurück

„Wir haben die Suchergebnisse nie neu geordnet oder verändert, um die politische Stimmung zu manipulieren“, sagte ein Google-Sprecher am Montag in einer E-Mail-Erklärung. „Unser Ziel ist es, den Menschen unabhängig von politischen Gesichtspunkten stets Zugang zu hochwertigen, relevanten Informationen für ihre Anfragen zu verschaffen.“

Zumal sich der amtierende Präsident hierbei auf eine Studie stützt, bei der die Suchergebnisse von nur 95 Leuten untersucht wurden, wovon man 21 Teilnehmer als politisch unentschlossen eingestuft hatte. Man untersuchte lediglich 13.207 Suchanfragen – gewählt haben in den USA über 136 Millionen Menschen. Weit oben ausgelieferte Webseiten wurden bewertet, ob sie mehr oder weniger dem Clinton-Lager entsprächen, um daraus zu dem Entschluss zu kommen, wie und ob die Wahl per Suchmaschinen manipuliert wurde.

Hillary Clinton antwortete schlagfertig:

Wir sollten dennoch nicht unterschätzen, wie viel Einfluss die bekannten Netzwerke – Facebook, Google und Co. – auf uns haben können. Wir bauen um uns herum selbst ein Gebilde auf, das unserer Meinung entspricht und diese oftmals noch bestärkt – selbst wenn diese Meinung objektiv betrachtet falsch wäre. Im Grunde genommen manipulieren wir uns in erster Linie selbst, ohne das bewusst wahrzunehmen.

Beispiel: Besonders beeindruckend ist die Auswahl der prominent dargestellten News, wenn man Google News viel benutzt und zwischenzeitlich stark vom sonstigen Interesse abweichende Themen häufiger klickt bzw. liest. Man kann deutlich beobachten, wie sich die Empfehlungen entsprechend anpassen und verändern. Ich glaube durchaus, dass sich dadurch Interessen und Entscheidungen einer Person verändern können.

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