• Project Starline wurde zur Google I/O 2021 vorgestellt.
  • Damit sollen Videochats in 3D möglich sein.
  • Vorerst wird die Technologie aber nur intern getestet.

Da habe ich mich während der diesjährigen Google I/O wohl zu sehr darüber aufgeregt, wie sehr man mit Android 12 der Konkurrenz von Apple hinterherhinkt, dass diese extrem Science-Fiction-mäßige Technologie einfach an mir vorbeigegangen ist. Project Starline heißt nämlich Googles Idee, Videotelefonie aufs nächste Level zu heben.

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Augenkontakt im Videochat

Durch Starline wird dem normalen 2D-Videochat praktisch eine weitere Dimension hinzugefügt. Auf einem speziellen Bildschirm soll das Gegenüber als volumetrisches Abbild dargestellt werden, gleichzeitig ist sogar Augenkontakt möglich – etwas, was sich mit einem normalen Webcam-Setup nicht so richtig realisieren lässt (gleichwohl haben unter anderem Apple und Microsoft entsprechende AI-Lösungen in ihre Softwares integriert, Stichwort „automatic gaze correction“).

Doch nicht nur das Bild, auch der Sound soll in 3D übertragen werden, um wirklich das Gefühl zu vermitteln, nicht mit jemandem tausende Kilometer entfernt telefoniert, sondern diese Person auf der anderen Seite einer Scheibe sitzen zu haben (auch wenn mir das wiederum ein bisschen Knastbesuch-Vibes gibt).

Jedenfalls sind die technischen Voraussetzungen für Project Starline noch ziemlich hoch, dafür benötigt es nämlich spezielle Kabinen. Diese werden bislang nur in den Google-Offices aufgestellt und von Mitarbeitenden getestet. Nach tausenden Stunden im Einsatz hat Google ein Zwischenfazit veröffentlicht.

Viele Nutzer merkten an, wie stark der Blickkontakt war und wie viel engagierter und verbundener sie sich fühlten. Ein Nutzer verglich seine Erfahrung mit einem Kaffeeklatsch – eine echte Interaktion, die dazu führt, dass man sich der anderen Person zuwenden und sich auf sie konzentrieren möchte.

Mehr Präsenz als in 2D

Die Ergebnisse des Feedbacks zu Project Starline hätten gezeigt, dass sich die Nutzer viel eher so gefühlt hätten, mit jemandem im selben Raum zu sein als bei herkömmlichen Videoanrufen. Konkret gibt es sogar ein paar Statistiken im Vergleich Skype und Co.:

  • Die Menschen zeigten mehr nonverbale Verhaltensweisen wie ~40 % mehr Handgesten, ~25 % mehr Kopfnicken und ~50 % mehr Augenbrauenbewegungen.
  • Das Erinnerungsvermögen der Teilnehmer war bei der Verwendung von Project Starline wesentlich besser. Sie erinnerten sich um ~30 % besser, wenn sie aufgefordert wurden, sich an Einzelheiten ihres Gesprächs oder an den Inhalt einer Besprechung zu erinnern.
  • In einem Eye-Tracking-Experiment konzentrierten sich die Teilnehmer ~15 % mehr auf ihren Gesprächspartner, was darauf hindeutet, dass die visuelle Aufmerksamkeit bei der Verwendung von Project Starline verbessert wird.

Ich finde mal wieder hochspannend, was Google da fabriziert – bis wir irgendwann von zuhause aus mit Project Starline oder einer ähnlichen Technologie kommunizieren können, werden wohl noch einige Jahre (oder Jahrzehnte) ins Land ziehen.

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