Vor ungefähr zwei Jahren feierte die Kreissuche, auch als Circle to Search bekannt, die Premiere auf Android und ist seither fester Bestandteil. Erst ohne KI, zukünftig wohl fest verbunden mit dem KI-Modus der Google-Suche.
Die Bildschirmsuche, die mit Circle to Search nach einigen Jahren auf Android zurückgekehrt war, startet man über die Navigationsleiste am unteren Bildschirmrand. Wer die Gestensteuerung aktiviert hat, hält kurz den Finger auf der flachen Leiste gedrückt und kann jetzt Google zu Bildschirminhalten befragen – oder zum Beispiel auch QR-Codes darüber „scannen“.
Allerdings hat Circle to Search innerhalb der letzten zwölf Monate jedoch wieder stark an Bedeutung verloren, denn Google Gemini bekam für Android höchste Priorität. So sehr, dass auch Google Gemini inzwischen anbietet, dass der Nutzer etwas auf dem Bildschirm einkreisen kann, um mittels der KI-Chat-App danach zu suchen bzw. hier fragen zu stellen.
Nun wird Circle to Search nicht eingestampft, aber verändert und ebenfalls mit den KI-Funktionen fest verdrahtet. Wie sich bereits schon heute in den Quellcodes der App andeutet, will man die Kreissuche demnächst mit dem KI-Modus der Google-Suche verknüpfen, den Google gerade auch erst aufgebohrt hat.
Circle to Search setzt bald standardmäßig auf den KI-Modus der Google-Suche
Mit der neuen Einstellung wechselt Google bei der Ausgabe der Ergebnisse standardmäßig direkt in den KI-Modus, anstatt die herkömmliche Suchansicht zu zeigen. Diese Änderung ist im aktuellen Code bereits angelegt, aber für die breite Öffentlichkeit noch nicht freigeschaltet. Nutzer behalten trotz der neuen Standardeinstellung die Möglichkeit, durch Tippen auf die Leiste zu anderen Ergebnisoptionen zurückzukehren.
Die Kollegen konnten schon ein Video davon machen, wie Circle to Search direkt in den KI-Modus der Suche springt, sobald etwas auf dem Bildschirm markiert wurde:
Der Nutzer kann also weiterhin die klassischen Suchergebnisse abrufen, aber das rückt zunehmend in den Hintergrund und ist für Google nicht mehr von Priorität. Dem Konzern hilft es mehr, wenn der Nutzer direkt einen Antwort bekommt und die Google-Dienste gar nicht erst verlässt. Und so würde es mich nicht wundern, wenn die klassischen Suchergebnisse irgendwann nur noch schwer zu erreichen sind.