Für seinen mobilen Bezahldienst hat Google eine neue App erst für Indien entwickelt und dort getestet, dann später für den heimischen Markt angepasst. Im vergangenen Jahr startete das neue Google Pay in den USA vorerst als Testphase. Inzwischen ist die komplett neue App dort langsam aber sicher etabliert. Auch weil man die Nutzer zur neuen App zwingt. Die bisher bekannte Version gibt es bald nicht mehr und ist längst in ihren Funktionen beschnitten.

All-in-one: Google Pay will die Allzweckwaffe für Geld auf dem Smartphone sein

Google Pay ist in der neuen Version viel mehr als nur ein Zahlungsdienstleister, der Zahlungen per Smartphone oder im Internet erlaubt und diese Transaktionen auflistet. Google Pay ist in der neuen Version auch eine richtige Bank-App, bietet Gutscheine an und hat sogar Messaging-Funktionen integriert. Alles, was mit Geld in digitaler oder virtueller Form zu tun hat, möchte Google mit der neuen Pay-App bieten können.

Deshalb ist der Funktionsumfang schon heute enorm und soll zukünftig noch größer werden:

  • Cashback-Funktionen, Treueprogramme, etc.
  • Banking-Funktionen (Plex) inkl. Ausgaben-Statistiken, Sparprogrammen, etc.
  • Geld senden und empfangen inkl. Chatfunktion
  • Geld ins Ausland versenden
  • Rechnungen mit anderen Nutzern teilen
  • Import von Rechnungen aus Gmail und Google Fotos
  • Angebote von Unternehmen einbinden (Kundenkarten, etc.)
  • Integration und Zugriff auf Lieferservices (von Restaurants, etc.)
  • Umfangreiche Integration von Tankstellen inkl. Preistafeln, Prämien, etc.
  • Integration von Tickets öffentlicher Verkehrsmittel
  • Gutscheine für Lebensmittelhändler

Ich muss schon sagen, dass dieser Umfang wirklich genial ist, wenn man davon irgendwann alles nutzen kann. Leider sind wir davon in Deutschland noch weit entfernt. Bis zum Zeitpunkt des Artikels hat Google nicht in Aussicht gestellt, wann das neue Google Pay nach Europa bzw. Deutschland expandieren soll.

Es gibt allerdings auch viel Kritik. Die App sei auf Indien zugeschnitten und deshalb gar nicht für westliche Märkte geeignet. Auch unter den Nutzern macht sich Unmut breit. Viele würden gerne die schlichte, aber funktionierende alte App weiter benutzen wollen. Für ein Fazit hierzu würde ich persönlich abwarten, bis ich die neue App selbst probiert habe.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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4 Kommentare

  1. Verstehe ich das richtig: das gewohnte „mobile Bezahlen“ wird nicht mehr funktionieren?

  2. Hauptsache das ganze wird auch für Wear OS implementiert und bald auch PayPal hinzugefügt , das geht nämlich noch nicht mit Wear OS.

    1. Das hoffe ich auch vlt muss ich dann keine Kreditkarte extra kaufen um mit meiner Uhr zu bezahlen

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