Google Pixel im Teardown und Grund für fehlende Wasserdichtigkeit

Häufig kritisiert wurde das Google Pixel aufgrund der fehlenden Wasserdichtigkeit, immerhin soll nun ein Grund dafür bekannt sein. Des Weiteren wurde das Pixel natürlich schon wieder komplett zerlegt, iFixit hat die Smartphones auseinandergenommen und bewertet üblicherweise die Reparaturfähigkeit. Ist nicht unwichtig oder zumindest interessant, sollte mal eine kostenpflichtige Reparatur auf euch zukommen oder ihr gar selbst Smartphones* wieder bauen könnt.

Yeah, 6 von 10 Punkten erreichen die Pixel-Smartphones im Teardown. So wird bemängelt, dass der Wechsel des Displays nicht gerade einfach gemacht wird, es eine erhöhte Gefahr besteht, das Gerät nicht ohne Beschädigungen öffnen zu können. Ist das Display einmal entfernt, sind die meisten Komponenten recht modular aufgebaut und können einfach entnommen werden.

2016-10-24-08_39_34
Bild: iFixit

Entwicklungszeit zur kurz

Wie schon einleitend erwähnt, fehlt einigen potenziellen Käufern die Wasserdichtigkeit des Gehäuses, die sogar Samsung, Apple und andere Hersteller inzwischen bieten. Der Grund hierfür soll recht einfach sein, bestätigte Google gegenüber David Pierce von Wired, sie hatten in der Entwicklung einfach keine Zeit übrig.

Ende 2015 wurden alle bestehenden Pläne über den Haufen geworfen und man hat mit den Pixel-Geräten angefangen. Vom leeren Blatt bis hin zur Präsentation der Smartphones* waren also nur neun Monate Zeit, zu wenig, um alle potenziellen Wünsche umzusetzen.

Diese zu kurze Zeit für die Entwicklung könnte auch als Grund herhalten, warum die Frontseite so altbacken wirkt und das Glas an der Rückseite als Grund für die Performance der Funkantennen herhalten muss. Wie dem auch sei, am Ende es gibt zwei erstklassige Geräte mit diversen Eigenheiten.

[via SoundCloud, Reddit]

  • Mark-Ingo Thielgen

    „Der Grund hierfür soll recht einfach sein, bestätigte Google gegenüber David Pierce von Wired, sie hatten in der Entwicklung einfach keine Zeit übrig.“

    Hier musste ich nun wirklich laut lachen! Google gibt offen zu, seine neuen, extrem teuren Geräte mit der heißen Nadel gestrickt zu haben. Wow!

    „… Vom leeren Blatt bis hin zur Präsentation der Smartphones waren also nur neun Monate Zeit, zu wenig, um alle potenziellen Wünsche umzusetzen.“

    Sehr interessant. Von Jonathan Ive stammt das Zitat, dass die Entwicklung einer iPhone-Generation (inkl. der im Jahresrhythmus folgenden S-Upgrades) etwa drei Jahre in Anspruch nimmt, bis das Gerät in Serie geht. Vielleicht auch ein Grund, weshalb die iOS-Geräte insgesamt doch deutlich ausgereifter erscheinen, als alles, was unter dem Android-Label fährt.

    So, wie sich Android gerade entwickelt und sich Google gebiert, warte ich mal ab, was Apple nächstes Jahr zum iPhone-Jubiläum präsentiert. Habe also noch etwas Zeit zum Sparen, um dann reumütig nach vier Jahren Android wieder zu iOS zurückzukehren. Eigentlich schade, aber das Android-Chaos hat mich langsam vergrault…

    • Chris Lietze

      Dito, interessant wäre zu wissen, warum man bei Google alle Pläne über den Haufen geworfen hat? Und warum man sich für ein „altbackenes“ Gerät entschieden hat, statt ein weiteres Nexus von Huawei zB vorzustellen, dass dann überall mithalten kann? Um dann in Ruhe das Pixel für 2017 zu entwickeln.

      • Oliver

        Da kann ich jetzt nur spekulieren, würde aber vermuten, weil Google nicht auf das Geld aus den Smartphoneverkäufen angewiesen ist und sich deshalb eher mal Experimente in diesem Bereich leisten kann als Apple. Dort dürfte die Absatzzahl der Geräte einen etwas größeren Stellenwert haben als bei Google

        • Mark-Ingo Thielgen

          Weshalb verlangt Google dann für „quick and dirty“ dahin geschmissene Geräte das gleiche Geld, wie Apple? Diese Strategie geht doch noch schlechter auf, als die der in der breiten Masse praktisch unbekannten Nexus-Devices.

          Nach aktuellem Stand kaufen sich selbst Google-Nerds kaum ein Pixel-Gerät, weil deren Obsolenz bereits vorprogrammiert ist. Und die via nichts sagender TV-Spots angesprochenen „Normalos“? Die schauen entweder auf das Preisschild oder das „Angebot“ ihres bevorzugten Providers und greifen dann zum Samsung S7 oder iPhone.