Von Zeit zu Zeit müssen beliebte und wichtige Apps sowie Smartphone-Dienste den Support für ältere Android-Versionen einstellen. Nun passiert dieser Vorgang mal wieder bei den Google Play-Diensten, die in unserer Region für die reibungslose Nutzung von Android-Geräten durchaus sehr wichtig sind. Google will die rückwirkende Unterstützung von Android Jelly Bean beenden. Dieses Android-Dessert erschien vor gut neun Jahren mit den Versionsnummern 4.1, 4.2 und 4.3.

Veröffentlicht wurde die erste Version von Android Jelly Bean (4.1) erstmals im Sommer 2012 und das letzte Update (4.3.1) kam im Oktober 2013 an den Start. Die aktuellste Jelly Bean-Variante hat also auch schon deutlich über sieben Jahre auf dem Buckel und sollte daher kaum noch auf aktiv verwendeten Geräten zum Einsatz kommen. Glaubt man jedenfalls im ersten Moment.

Android 4.x Jelly Bean: 8 Jahre später ist Schicht im Schacht

Dennoch sind bis heute Geräte mit dieser alten Android-Version im Umlauf. Derzeit sollen es noch gut 1 % aller erfassten aktiven Geräte mit vorinstallierten Google-Diensten sein. Google fordert seit geraumer Zeit von App-Entwicklern, mindestens API 19 zu verwenden, was Android 4.4 KitKat (Oktober 2013) entspricht. Mit dem kommenden August setzt man um, ältere Android-Versionen als 4.4 nicht mehr zu unterstützen.

„Since then Android has released a lot of improvements and features which are not all backported to Jelly Bean. This results in increased developer and QA time spent on new features that require special handling. Consequently, we are deprecating support for JB in future releases of Google Play services.“ – via 9to5Google

Nach einer so langen Zeit ist vieles anders und die Unterstützung für sehr alte Versionen des Betriebssystems wird zunehmend komplizierter. Dennoch kann man daran sehen, dass Geräte auch ohne neuere Android-Versionen eine recht lange Lebensdauer haben. Es gibt nur eben keinen Zugriff auf die neusten Funktionen und auch die Sicherheit leidet irgendwann.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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3 Kommentare

  1. Man kann sich nicht laufend neue Geräte kaufen wo soll man das ganze Geld hernehmen. Da sollte sich Google auch mal was einfallen lassen. Schade für so ein großes Unternehmen. Da müsste den Leuten eine Chance gegeben werden ihre Geräte auf vorderman zu bringen und nicht ständig wegwerfen. Dafür sind die Geräte einfach zu teuer

    1. Hm. Also generell mag ich Deine Einstellung. Aber nach 9 Jahren zu sagen immer was neues kaufen zu müssen…. Ich würde sagen das ist ganz schön übertrieben. Für meine Nutzung reicht ein 9 Jahre altes nicht aus. Aber wem ein 9 Jahre altes noch ausreicht, der kann sich jetzt ja schon eins im unteren Preissegment kaufen. Ich denke allein die Akkulaufzeit durch neuen Akku in Vergleich zu 9 Jahren wird schön sein. Sicher ist im Prinzip ja generell nichts was online ist, aber so aktuellere Sicherheitspatches sind doch auch ganz schön.

  2. Seit etwa Mai 2020 bekommen Android 4.4 Geräte keine neuen Chrome Browser Versionen. Fast alle Apps für 4.4 Geräte sind schon ein paar Jahre alt. Richtig nutzbar ist nur noch der veraltete Browser. Als Erstgerät wird sich keiner ein Android 4.4 Gerät mehr antun.

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