Bereits im vergangenen Jahr tauchte ein neuer Umbau für einen bestimmten Bereich des Google Play Store auf, der jetzt wiederholt an weitere Android-Nutzer ausgerollt wird. Bislang ist die Verteilung des Updates sehr zurückhaltend und das ist vielleicht auch gut so. Diesmal ist der Bereich „Meine Apps“ neu. Google führt eine neue Startseite ein und sorgt damit theoretisch für mehr Übersicht.

Davon ist nur nicht unbedingt jeder Fan, wie sich gerade herausstellt. Bei Kollegen heißt es etwa, dass das Update den Weg zu installierten und offenen App-Updates „unglaublich umständlich“ macht. Ich bin jedenfalls anderer Meinung und finde die neue Startseite von „Meine Apps“ wesentlich besser als die bisherige Variante. Außerdem reduziert Google die Tabs in diesem Bereich von fünf auf zwei.

Zugriff auf Changelogs schwieriger, weil sie bedeutungsloser geworden sind

Tatsächlich scheint es jetzt keinen Schnellzugriff mehr auf eine Liste kürzlich aktualisierter Apps zu geben und der Zugriff auf Update-Changelogs wird schwieriger. Andererseits merken unsere Kollegen zurecht an, dass diese Changelogs heute fast keinen Wert mehr haben. Nur selten informieren Entwickler dort tatsächlich über neue Veränderungen. Unternehmen wie Google aktualisieren den Text ihrer Changelogs über viele Monate nicht.

Neu: Keine Liste kürzlich installierter App-Updates, sondern nur ein Hinweis auf keine verfügbaren Updates.

Google möchte den Nutzer einerseits weniger überfordern, andererseits auch sinnlose Funktionen loswerden und „verstecken“. Zudem hat die Bereitstellung von neuen App-Funktionen per „Server-side-Update“ drastisch zugenommen, sodass die Nachfrage nach Changelogs ohnehin sinkt. Google ist selbst wieder ein gutes Beispiel. Oft stellt der Konzern Neuerungen bereit, die längst versteckt in den Apps integriert sind und irgendwann aktiviert werden.

„Wir mögen es kein bisschen“: Ist dieser Umbau ein Fehler?

Macht Google mit dem Update für „Meine Apps“ also einen Fehler oder ist dieser Schritt vielleicht sogar genau richtig? Für die meisten Nutzer ist mehr Übersicht sicherlich sehr attraktiv und macht den Play Store unterm Strich komfortabler benutzbar. Wer sich deutlich mehr für anstehende und durchgeführte App-Updates interessiert, kann man diesem Umbau nicht glücklich sein. Google kann letzten Endes nicht alle Nutzer gleichermaßen zufriedenstellen.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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1 Kommentar

  1. Wozu gibt es Menüfunktion „Optionen“? Übersichtlicher geht sehr wohl, wenn man für Poweruser Optionen einführt. Anscheinend will man eher diese Poweruser loswerden.

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