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Google Reader: Muss er nur für mehr Google+ Traffic sterben?

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Google hat vor inzwischen schon einiger Zeit ein eigenes soziales Netzwerk an den Start gebracht, welches vielleicht nicht direkt mit Facebook konkurrieren möchte, doch der blaue Riese ist aufgrund der Nutzerzahlen (ca. eine Milliarde Mitglieder) zwangsläufig der größte Konkurrent in diesem Sektor. Doch bei Google+  hat nach dem ersten Hype die Aktivität spürbar nachgelassen, zumindest ist das mein Empfinden. Viele haben das Netzwerk großteils aussortiert, weil sie dort nicht ihre Freunde finden. Sie nutzen es nur noch für die Beschaffung von Informationen, wie etwa von Blogs, News-Seiten und so weiter. Klar, damit spreche ich nicht für alle, aber zumindest ist das in meinem Umfeld so.

Auf jeden Fall muss Google mehr Traffic (welcher Art auch immer) und vor allem Aktivität schaffen, wenn Google+ ein Erfolg werden soll. Das allein schafft man aber nicht durch erzwungene Neu-Accounts wie etwa mit YouTube. Offenbar muss dafür jetzt nämlich der Google Reader herhalten, um echten Traffic zu generieren. Dieser RSS- bzw. Feed-Reader schafft laut den Statistiken wesentlich mehr News-Traffic als Google+, der durch die Einstellung des Readers (ab 01. Juli 2013) offenbar so in das Netzwerk umgeleitet werden soll. Die Daten von Buzzfeed (ab August 2012 gesammelt) sind zwar nicht zu 100 Prozent akkurat und könnten aufgrund der kürzlich eingeführten SSL-Verschlüsselung für Google+ Nutzer durchaus das tatsächliche Bild verzerren, andererseits kann der durch Drittanbieter-Apps mit Google Reader-Synchronisation verursachte Traffic ebenso nicht errechnet werden.

Letztlich kann man den Zahlen vom Buzzfeed-Netzwerk mit ca. 300 Millionen Nutzern entnehmen, dass der Google Reader alles andere als ein wenig genutzter Dienst ist und offenbar nur sterben muss, damit Google den Traffic auf Google+ „übertragen“ kann. Das kratzt am „don’t be evil“-Image und nervt mich tierischst. Auch wenn es Alternativen gibt, so bin ich der Meinung, dass das der falsche Weg ist.

Unser Blog: Bei uns ist der Unterschied nicht ganz so eklatant, denn der durch die beiden Dienste entstehende Traffic teilt sich bei uns ca. 50:50 auf.

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8 Kommentare
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8 Comments

  1. Ulrich

    18. März 2013 at 17:06

    Dumm nur, dass jetzt offenbar alle zu Feedly wechseln und nicht zu Google+. Ich wüsste gerade auch gar nicht, wie ich meine vielen RSS-Feeds bei Google+ importieren und nutzen könnte. Ist halt kein RSS-Reader.

    Google hat bei mir jedenfalls durch die vollkommen unnötige Abschaltung des Readers einiges an Sympathie verloren …

    • dennyfischer

      dennyfischer

      18. März 2013 at 17:34

      Vielleicht kommt da noch was bzgl. RSS und Google+

    • Ulrich

      18. März 2013 at 17:45

      zu spät … außerdem fände ich es schade, wenn diese miese Nummer für Google auch noch aufgeht.

  2. DaniieL

    18. März 2013 at 17:17

    und ich kann meine RSS-Feeds aus dem Reader nicht exportieren-.-

    • Ulrich

      18. März 2013 at 17:44

      geht mit Google Takeout eigentlich problemlos. Oder lass sie von Feedly einfach direkt aus dem Reader abholen per 2-way-sync.

    • DaniieL

      18. März 2013 at 18:51

      Dachte ich auch, dem ist aber leider nicht so.
      Bei Takeout Zeigt er mir immer 0% an.

  3. Alexander Liebrecht

    18. März 2013 at 23:03

    Hallo,
    ja das ist wirklich jammerschade, dass GoogleRSS-Reader den Dienst einstellt, aber was solls, wir sollte mal bis zum Sommer abwarten und vll. wird Google einen neuen Dienst in puncto RSS an den Mann bringen. Wer weiss es schon so genau. Ich habe mich auch schon nach alternativen RSS-Readern umgesehen und entschied mich für Selfoss(WEbspace-Installation) und den schönen Feedly. Die Frage ist bei Feedly, ob es nach GoogleRSS-Reader weiterhin laufen wird, da derzeit holt sich Feedly ja die Feeds noch von GoogleREader. Also abwarten und Tee trinken :-)

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