Google und Samsung arbeiten jetzt gemeinsam an Wear OS. Dafür hat der südkoreanische Smartphone-Hersteller sogar sein eigenes Betriebssystem auf die Ersatzbank zurückgestellt. Aber warum? Wie kam diese Zusammenarbeit zustande, die so eng wie nie zuvor scheint? In einem gemeinsamen Interview haben zwei federführende Mitarbeiter von Samsung und Google darüber ein wenig mehr verraten.

Beiden Unternehmen war jedenfalls der wachsende Smartwatch-Markt aufgefallen und daran wollte man partizipieren. Doch das gelang Google nicht und Samsung auch nur bedingt. Weil man wegen anderer Android-Geräte aber schon gut zehn Jahre zusammenarbeitete, herrschte ohnehin ein engerer Kontakt. Und so kam man in Gespräche, die in einer langfristigen Partnerschaft endeten. Jetzt schon seit 18 Monaten.

Google kam allein nicht mehr voran und Samsung bot ein zu kleines Ökosystem

Google musste sich eingestehen, dass man besonders im Bereich der Gesundheit längst nicht das Potenzial der verfügbaren Technik nutzte. Samsung half dabei, neue Schnittstellen für die Smartwatch-Hardware zu entwickeln, die auch für sämtliche Drittanbieter-Apps verfügbar sind.

Samsung musste sich wiederum eingestehen, dass das eigene Ökosystem zu eingeschränkt war. Das eingesetzte Tizen-Betriebssystem bot viele gefragte Apps nicht. Darunter auch populäre Smartphone-Anwendungen wie Google Maps. Es fehlte außerdem eine nahtlose Verbindung zu Android-Telefonen, die von den Nutzern aber immer mehr verlangt wurde.

Einfluss von Fitbit und die Zukunft

Fitbit soll übrigens noch keinen Einfluss gehabt haben. Jedenfalls nicht auf die neue Samsung Galaxy Watch 4. Es gäbe zum aktuellen Stand keinerlei Fitbit-Entwicklungen, die integriert sind und erwähnenswert wären. Das ändert sich langfristig, bestätigte auch der Fitbit-Chef vor ein paar Tagen.

Mit Samsung habe Google trotz der Fitbit-Übernahme einen mehrjährigen Fahrplan. Dafür hat man die Grundlage in den letzten zwei Jahren gelegt. Beide Unternehmen versprechen eine offene und innovative Zusammenarbeit, die auch durch ein hohes Tempo überzeugen soll.

Samsung scheut dabei nicht den Wettbewerb, da Googles Wear-Plattform natürlich weiterhin auch auf den Geräten anderer Smartwatch-Hersteller zum Einsatz kommt. Samsung darf aber sein eigenes Ding machen, mit One UI und eigenen Apps hebt man die eigene Marke in den Vordergrund.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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1 Kommentar

  1. Weil samsung unfähig geworden ist was Software anbelangt.
    Nur ein Beispiel watch3 Kalibrierung?? Jeden Monat?? Solch gespinne das macht man mit hochwertigen medizinischen Geräten, alles andere maximal aller 2 jahre ( ein jahr) aber Monatlich, hier geht es um schnüffeln, ausspionieren anders kann man sich es nicht erklären.
    Weiter, unütze Software, die keiner oder kaum jemand braucht, lässt sich auch nicht deinstallieren, nennt man Zwang.
    Liste ist zu lang.
    Im Endeffekt kein samsung mehr nie wieder und mit deren Meinung stehe ich nicht alleine da.
    Und Vogel haben die mit deren neuen Produkte abgeschossen.

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