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Android

Google: Unterschwelliges Marketing in eigenen Android-Apps

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

google apps splash-screen

Google scheint unter den Angriffen von Microsoft, Amazon und Co zu leiden und führt daher ein interessantes Marketing ein, um die Nutzer unterschwellig zu erinnern, welcher Anbieter für die genutzten Dienste der richtige ist und bleiben soll.

Vielen Nutzern dürfte es in den vergangenen Wochen aufgefallen sein, zahlreiche Google-Apps zeigen beim Start nun nicht direkt Inhalte an, sondern für einen Augenblick einen sogenannten Splash-Screen. Man überbrückt damit theoretisch Ladezeit, wenn die App im Hintergrund Inhalte lädt. Das ist aber nicht immer nötig, dennoch baut Google überall diese Splash-Screens ein, egal ob für Docs, YouTube oder auch Google Maps.

Dafür soll es einen einfachen Grund geben, der meines Erachtens auch sehr plausibel klingt. Google wird vermehrt von der Konkurrenz angegriffen, Microsoft bietet alternative Apps zu den Google-Diensten an und kauft eine Android-App nach der anderen auf, Nokia bietet mit den Here Maps eine ebenso gute Alternative zu den Google Maps und es wird in Zukunft immer so weiter gehen. Google will aber, dass die Nutzer natürlich weiterhin Google-Apps nutzen.

Googles Marketing-Offensive auf Android

Über diese Splash-Screens erinnert man den Nutzer sehr unterschwellig immer daran, dass er gerade einen Dienst von Google nutzt. Man verstärkt also im Unterbewusstsein den Bezug zur Marke Google. Die zum großen Teil exklusiven Apps und Dienste binden Nutzer an ein bestimmtes Ökosystem, weshalb dieses Marketing nicht nur eine gute Idee ist, sondern auch sehr wichtig.

Ein plumpes Beispiel: Wenn der Android-Nutzer langsam aber sicher zu den Microsoft-Diensten wechselt, braucht er auch irgendwann nicht mehr zwingend ein Android-Smartphone*, sondern greift vielleicht doch zum Windows Phone. Das will Google natürlich verhindern.

(via Forbes, Reddit)

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