Vor zwei Jahren habe ich hier im Blog mal einen kleinen Ratgeber verfasst, mit welchen Tricks sich die Ergebnisse der weltgrößten Suchmaschine noch verfeinern lassen. Einen wichtigen Tipp habe ich aber offenbar vergessen, obwohl er der vielleicht nützlichste überhaupt ist. Vielleicht dachte ich auch, dass er so allgemein bekannt ist, sodass er keiner Erklärung mehr benötigt.

Mit den Anführungszeichen zerhackt Google den Suchbegriff nämlich nicht, um vielleicht relevantere Seiten aufzulisten, auch wenn der Begriff etwas anders formuliert ist. Stattdessen wird nach exakt dieser Phrase gesucht. Dieses Ziel erreicht man übrigens auch, wenn man beim Suchfilter von „Alle Ergebnisse“ auf „Wortwörtlich“ umstellt.

Suchergebnisse zeigen, wo genau der gesuchte Begriff auftaucht

Google hat nun ein bisschen an seiner heiligen Suchmaschine geschraubt und die Ergebnisse verändert, die bei Verwendung dieses grundlegenden Suchoperators ausgespuckt werden.

Jetzt machen wir die Suche in Zitaten noch besser. Die Snippets, die wir in den Suchergebnissen anzeigen (d. h. der Text, den Sie zur Beschreibung von Webinhalten sehen), werden um die Stellen herum gebildet, an denen ein zitiertes Wort oder ein Satz in einem Webdokument vorkommt. Das bedeutet, dass Sie leichter erkennen können, wo sie zu finden sind, nachdem Sie auf den Link geklickt und den Inhalt besucht haben. Auf dem Desktop wird das zitierte Material außerdem fett gedruckt.

Wer sich wundert, dass das auch vorher schon der Fall gewesen ist: Google sei in der Vergangenheit nicht immer so vorgegangen. Der gesuchte Inhalte könnte nämlich auch manchmal in Bereichen eines Dokuments liegen, „die sich nicht für die Erstellung hilfreicher Snippets eignen“, zum Beispiel in einem Menüpunkt einer Navigation. Nutzerfeedback folgend sei diese Änderung nun eingeführt worden. Sollte der Begriff ausschließlich im Titel oder in URLs auftauchen, werden die Ergebnisse ignoriert.

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Bild: Google

Tipps zur Suche mit Anführungszeichen

Während die Anführungszeichen die Google-Suche also verbessern können, gibt Google noch ein paar Tipps, was beim Einsatz zu beachten sei. Die Suchmaschine sehe schließlich mehr von einer Website als der Nutzer, weil Suchbegriffe etwa in versteckten HTML-Tags untergebracht sein worden konnten. Wenn ihr auf der Zielseite angekommen seid, hilft euch selbst Strg+F also nicht weiter. Eine Lösung in diesem Fall könnten die Entwicklertools sein, da ihr hier innerhalb des Quellcodes und somit womöglich unsichtbare Inhalte durchsuchen könnt.

Die Textausschnitte von Suchergebnisse könnten außerdem möglicherweise mehrere zitierte Begriffe nicht anzeigen, wenn sie weit voneinander entfernt sind. „Erscheint zitiertes Material mehrmals auf einer Seite, zeigt ein Snippet das relevanteste Vorkommen an“, so Google.

Schließlich erklärt Google noch etwas Grundlegendes zur Funktionsweise der Suche mit Anführungszeichen. Das System würde manche Satzzeichen als Leerzeichen interpretieren, also stattdessen nur nach der genauen Reihenfolge der Buchstaben suchen.

Nutzt ihr die Anführungszeichen bei der Suche mit Google und was haltet ihr von der Änderung?

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Jonathan Kemper

Jonathan Kemper

Freier Technikjournalist, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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