Fitbit: Vor wenigen Monaten übernahm Google den Wearable-Hersteller. Man begann relativ schnell klarzustellen, dass man Fitbit als eigenständiges Ökosystem beibehalten und als Marke direkt in Google integrieren will. Schon im Vorfeld landete der Google Assistant auf den ersten Fitbit-Uhren und funktioniert dort hervorragend. In naher Zukunft werden weitere Google-Angebote mit der Fitbit-Welt verbunden.

Zur Präsentation des neuen Nest Hub 2 hat Google angekündigt, den integrierten Schlafsensor mithilfe von Fitbit zu verbessern. Der neue Schlafsensor ist ein bekannter Radarchip, der über den neuen Smartspeaker unsere Bewegungen und unseren Atem messen kann. Denkbar scheint zukünftig auch zu sein, hierfür zusätzlich Messdaten der Fitbit-Geräte einzubeziehen. Was schon nicht mehr nach den Versprechungen klingt, dass Google die Fitbit-Übernahme nur wegen neuer Hardware anstrebte.

„Bei diesem Deal ging es immer um Geräte, nicht um Daten, und wir waren uns von Anfang an klar darüber, dass wir die Privatsphäre der Fitbit-Benutzer schützen werden.“ – Google

Google und Fitbit: Werden jetzt doch Daten miteinander ausgetauscht?

Google möchte den Schlafsensor verbessern und arbeitet nach eigenen Angaben daran, „den Schlafsensor in Zukunft auch zusammen mit Fitbit-Produkten und Fitbit Premium noch hilfreicher zu machen“. Besonderes der Verweis auf das Premium-Abonnement von Fitbit lässt vermuten, dass Google einen Datenaustausch plant. In welcher Art und Weise auch immer, denn Details nannte der Konzern zu diesem Zeitpunkt keine.

Im englischen Text erwähnte Google etwas kürzer gefasst, „in Zukunft mit den Schlaf-Tracking-Funktionen von Fitbit zu arbeiten“. Ist ebenso wenig konkret, lässt aber auch wieder einen Datenaustausch vermuten. Zumindest dürfte die Fitbit-Integration darüber hinausgehen, nur neue Wearables zu entwickeln. Ist derzeit natürlich noch recht wage. Mehr als werbefähige Texte ohne Aussagekraft kann man hierzu von Google noch nicht erwarten.

Wie erwähnt, rechne ich persönlich mit einer Analyse der Schlafdaten, die Fitbit-Geräte aufzeichnen, um Sleep Sense für den Nest Hub 2 weiter zu optimieren. Das könnte jedenfalls anonymisiert funktionieren. Oder es findet eine Berechnung aus allen erfassten Nutzerdaten statt, um die gemessenen Schlafdaten aus Nest Hub 2 und Fitbit-Wearable in Kombination noch konkreter zu berechnen.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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