Wenn man es hart ausdrücken will, dann gibt es bezahlbare Flatrates für Smartphones nur im schlechtesten Netz des Landes. Und dann auch nur mit Einschränkungen, ansonsten können sogar O2-Tarife schnell euer Budget sprengen. Vodafone und Telekom sind zwar zum Ende ihrer Zero-Rating-Tarife gezwungen, doch die neuen Ersatztarife sind eine Farce. Schuld daran haben nicht die Netzbetreiber allein.

Man kann schon verstehen, dass die Forderung nach Investitionen in Infrastruktur größer wird, die man sich von Netflix, Spotify, Google und Co. wünscht. Gerade der Streaming-Markt sorgt dafür, dass immer mehr Daten je Nutzer heruntergeladen werden. Einschränkend wirken hier nach wie vor Tarife mit begrenztem Datenkontingent. Hinlänglich als Datenvolumen bekannt. Es gibt Gründe, warum sich das nicht ändert.

Datenbedarf hoch, Kosten für Frequenzen aber auch

Von der Bundesnetzagentur gab es den frommen Wunsch, mit Ende der Zero-Rating-Angebote endlich günstigere Flats von Vodafone und Telekom zu sehen. Die beiden Netzbetreiber haben diese Träume zerschmettert. Was auch daran liegt, dass unter anderem die Bundesnetzagentur selbst seit Jahrzehnten den Grundstein für hohe Preise gelegt hat.

2019 haben die Netzbetreiber über 6,5 Milliarden Euro für die Ersteigerung der 5G-Netzfrequenzen auf den Tisch legen müssen. In den Jahren davor sind ebenfalls viele Milliarden in die Versteigerungen von 4G und früheren Technologien geflossen. Das ist eine immense Vorleistung, welche die Netzbetreiber in Deutschland leisten müssen.

Heute kostet eine Flat ohne begrenztes Datenvolumen bei Vodafone und Telekom wenigstens 80 Euro je Monat.

In Deutschland gibt es zu wenig Konkurrenzkampf

Dieser Problematik war man sich schon vor den 5G-Auktionen bewusst, doch das System blieb. Kunden können nur hoffen, dass der Einstieg von 1&1 den Markt aufrüttelt. Das dauert allerdings noch. Denn es ist auch klar, dass der Konkurrenzkampf unter nur noch drei Netzbetreibern viel zu sanft ausfällt. Frankreich, Großbritannien und selbst Italien oder Polen haben vier Mitbewerber. Selbst das kleine Luxemburg hat drei.

Es gibt zwar in Deutschland ohne Ende Service-Provider, aber die setzen natürlich auf die drei verfügbaren Mobilfunknetze und bringen in der Regel immer irgendwelche Einschränkungen mit sich. Da ist zwar für fast jedes Budget etwas dabei, aber nie ohne Haken. Zumal die sehr bekannten Service-Provider wie Congstar oder Otelo selbst nur Töchter von Telekom und Co. sind.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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7 Kommentare

  1. Wenn ich so ein Thema angehe dann muss ich mich auch mit dem Thema beschäftigen und dann muss mir auffallen das es z. B. bei Vodafone das komplette Flatpaket schon ab 40 € gibt.

    1. Was für ein „komplettes Flatpaket“ meinst du? Für 40 Euro bekommt man bei Vodafone 12 GB (GigaMobil S), Unlimited kostet 80. 🤔

      1. Für Vodafone Kunden die dort bereits Internet und Festnetz haben wird der mobile unlimited Tarif zur Zeit für 39,99 angeboten.

        1. Ja wow, ich habe Unlimited bei Mobilcom-Debitel auch für 30 Euro im Monat geschossen. Ausnahmen und besondere Deals gibt es immer. Das ändert ja nichts an der Tatsache, dass Mobilfunk in Deutschland im Schnitt bei den regulären Angeboten deutlich zu teuer ist.

    1. Das ist halt einer der Tarife, der nur aufgrund vieler Kompromisse so möglich ist. Was natürlich nicht heißt, dass er nicht für einige Leute trotzdem optimal ist.

  2. Man wird von allen, von vorne bis hinten beschissen. 1 & 1 verspricht z.B.: Handys m. Vertrag, trotz Schufaeintrag. Was passiert: Man wird trotzdem ABGELEHNT. Finde es Betrug hoch 3!

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