Honor hatte stark von seinem Mutterkonzern profitiert, doch die Nabelschnur ist durchtrennt und eine neue Zukunft beginnt.

Huawei hat sich von Honor getrennt, die einstige Untermarke firmiert unter einem Joint-Venture neu und ist jetzt auf sich allein gestellt. Das bedeutet für einen großen Teil der geplanten Smartphones auch, dass ein neuer Lieferant für Prozessoren her muss. Für die sehr günstigen Geräte ist Mediatek sicherlich ein Partner. Doch auch mit Qualcomm soll es bereits entsprechende Gespräche geben.

Honor ist jetzt unabhängig von Huawei, kann also nicht mehr vom ehemaligen Mutterkonzern profitieren, leidet aber auch nicht mehr unter dem Handelsembargo der amerikanischen Regierung. Deshalb scheinen auch die eigenen Ziele hochgesteckt, verrät einer der Honor-Chefs. Man möchte unbedingt ein führender Smartphone-Hersteller in China werden. Ob das wohl auch für Europa gilt?

Honor braucht neue Chips und eine neue Software

Honor bräuchte in erster Linie für die teuren Android-Smartphones der Oberklasse neue Prozessoren, weil man für diese Modelle bislang auf die Kirin-Chips von Huawei gesetzt hatte. Eine derartige Zusammenarbeit ist nicht mehr möglich. Gilt aber eigentlich auch für die obere Mittelklasse, da muss ebenfalls ein Ersatz her. Mit Qualcomm arbeitete man in der Vergangenheit eher selten bzw. wenig zusammen.

EMUI fällt jetzt ebenfalls weg

Wird jedenfalls spannend zu sehen sein, was da in Zukunft bei Honor passiert. Eigentlich muss Honor auch die EMUI-Software ersetzen, die hatte der Hersteller in der Vergangenheit ebenso von Huawei bezogen. Es braucht also einen Neubeginn mit Android, das auf neue Prozessoren angepasst und von Honor mit tollen Features individualisiert werden muss.

Fast wie im echten Leben bringt der Auszug bei der Mutter einige Herausforderungen mit sich.

via gsmarena, page.om, mfg

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.