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Alle Details: Huawei-Smartphones ohne Google-Apps – Nachfrage rückläufig, großer Betriebssystem-Test läuft [Update x20]

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

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Es gibt viele gute Gründe dafür, warum in der westlichen Welt keiner der zahlreichen Smartphone-OEMs auf die Google-Dienste verzichtet. Nun zeichnet ein zuerst durch Reuters veröffentlichter Bericht das Horrorszenario für Huawei. US-Unternehmen ist es ab sofort untersagt, mit Huawei zusammenzuarbeiten. Im Zuge dessen verliert der chinesische Smartphone-Hersteller sämtliche Google-Lizenzen für Android, was insbesondere zukünftige Geräte betrifft.

Chronologische Reihenfolge, neuste Beiträge ganz oben

Update 21 vom 18. Juni 2019: Huawei gibt schlechte Zahlen aus, die Verkäufe der eigenen Smartphones enorm rückläufig und die Umsätze der kommenden Jahre sollen sich ebenso nach unten bewegen. Man zeigt sich aber kämpferisch, Huawei will sich nicht einfach so totschlagen lassen.

Update 20 vom 14. Juni 2019: Nichts direkt zum Thema, doch eine ebenso schlechte Nachricht bricht über Huawei herein, da der Hersteller ganz plötzlich die eigene Kundschaft mit Werbung auf dem Sperrbildschirm überrascht. In dieser Zeit braucht der Hersteller keine schlechte Presse, sorgt aber für weitere einfach selbst.

Update 19 vom 12. Juni 2019: Über eine Million Geräte sollen bereits mit dem neuen Huawei-Betriebssystem ausgestattet sein, allerdings läuft der groß angelegte Test ausschließlich in China. Es gibt noch keinerlei Leaks, welche die neue Software zeigen.

Update 18 vom 11. Juni 2019: Huawei scheint jetzt verstärkt auf App-Entwickler zugehen zu wollen, damit diese ihre Android-Apps in der hauseigenen AppGallery anbieten. Sicherlich kein Zufall, wenn langfristig die Verwendung des Google Play Store auf der Kippe steht.

Update 17 vom 7. Juni 2019: Es gibt jetzt ein Verbot für Huawei, die Apps von Facebook auf den eigenen Smartphones vorzuinstallieren.

Update 16 vom 7. Juni 2019: In einem neuen Bericht aus den USA heißt es, dass sich Google gerade besonders stark für Huawei einsetzt, um eine Erlaubnis für eine zukünftige Zusammenarbeit zu erhalten.

Update 15 vom 5. Juni 2019: Huawei hat schnell aufkommende Gerüchte dementiert, dass man die Produktionen neuer Smartphones zurückgefahren hätte. Alles bleibt wie gehabt, sagt Huawei.

Update 14 vom 31. Mai 2019: Nach ein paar Tagen ist das Mate 20 Pro wieder bei der Android Q Beta gelistet, dort wurde es kurzfristig entfernt.

Update 13 vom 31. Mai 2019: Fast zwei Wochen nach dem Bekanntwerden des US-Embargos gehen erste deutsche Unternehmen deutlicher auf Distanz zu Huawei. Jetzt rät die Telekom zumindest den eigenen Mitarbeitern davon ab, für neue Diensthandys auf Huawei zu setzen.

Update 12 vom 30. Mai 2019: Huawei startet eine emotionale Kampagne, in der mit #WirsindHuawei auch ein großes Dankeschön an alle Kunden ausgesprochen wird. Zugleich taucht Huawei wieder auf den Listen der Konsortien für die Standards WiFi und SD auf.

Update 11 vom 29. Mai 2019: Ja und nein. Im Juni wird kein neues Betriebssystem vorgestellt, das stellte Huawei nach einem Bericht klar, in welchem sich ein Huawei-Mitarbeiter äußerte. Weiterhin ist ein Release für China im Herbst geplant. Derweil taucht „Ark OS“ als Bezeichnung auf, diverse Screenshots ebenso.

Update 10 vom 28. Mai 2019: Schlag auf Schlag geht es weiter. Ein Offizieller von Huawei soll sich ausführlich darüber geäußert haben, dass die Chinesen schon im Juni 2019 ihren Plan B zeigen wollen. In diesem Fall steht das B für Betriebssystem, die Alternative für Android soll bald gezeigt werden!

Update 9 vom 27. Mai 2019: Huawei fliegt vorläufig aus den Konsortien für WiFi, USB und Speicherkarten raus, wobei letzteres auch schlimme Folgen für zukünftige Geräte haben könnte. Zunächst ist man aber nur insoweit betroffen, dass die Chinesen sich nicht an neuen Entwicklungen einbringen können.

Update 8 vom 24. Mai 2019: Ja und nein, Huawei ist bei den USA nicht aus dem Schneider, Donald Trump stellt allerdings positive Chancen in Aussicht, wenn China einen „Trade Deal“ eingeht.

Update 7 vom 23. Mai 2019: Während immer mehr Hersteller die Zusammenarbeit mit Huawei einstellen müssen, zeigt sich auch ein erstes Opfer unter den neuen Geräten. Für das Honor 20 Pro soll es keine Lizenz seitens Google geben, also auch keinen baldigen Marktstart.

Update 6 vom 22. Mai 2019: Huawei ist weiterhin dabei für die Software der eigenen Geräte eine Lösung zu finden, wofür man mit Aptoide im Gespräch ist. Derweil kommt der nächste Schlag, zukünftige Smartphone-Prozessoren von Huawei sind stark gefährdet.

Update 5 vom 22. Mai 2019: Ein weiterer Bericht bestätigt das neue Betriebssystem „Project Z“, es soll allerdings noch eine Weile auf sich warten lassen.

Update 4 vom 21. Mai 2019: Laut asiatischen Berichten hat Huawei bereits ein alternatives Betriebssystem weitestgehend entwickelt, das selbst mit Android-Apps umgehen kann. Es gibt dafür noch keine Bestätigung.

Update 3 vom 21. Mai 2019: Huawei hat eine temporäre Aufhebung von 90 Tagen erhalten, damit will die USA vor allen Dingen die amerikanischen Unternehmen unterstützen, damit die sich alternative Unternehmen für die Zusammenarbeit suchen können. Neue Geräte mit Produkten amerikanischer Unternehmen bleiben Huawei untersagt.

Update 2 vom 20. Mai 2019: Jetzt hat sich auch Huawei geäußert, das Statement klingt schon einer ziemlich klaren Entscheidung, dass Google und Huawei zunächst getrennte Wege gehen (müssen). Die Chinesen versprechen Sicherheitsupdates für alle Geräte von Honor und Huawei, die bislang bereits erhältlich sind. Mehr aber auch nicht.

„Huawei hat weltweit bedeutende Beiträge zur Entwicklung und zum Wachstum von Android geleistet. Wir haben als einer der globalen Key-Partner von Android eng mit ihrer Open Source Plattform gearbeitet, um ein Ecosystem zu entwickeln, von dem sowohl die Nutzer als auch die Industrie profitieren.

Huawei wird weiterhin Sicherheitsupdates und Services für alle bestehenden Huawei und Honor Smartphones sowie Tablets zur Verfügung stellen. Das betrifft verkaufte und lagerhaltige Geräte weltweit.

Wir werden weiter daran arbeiten ein sicheres und zukunftsfähiges Software-Ecosystem zu entwickeln, um die bestmögliche Nutzererfahrung weltweit zu bieten.“

Update 1 vom 20. Mai 2019: Google hat die nachfolgenden Berichte bestätigt, allerdings mit einem sehr kurzen und noch recht offenem Statement. Jedenfalls will man die Bestandskunden mit Huawei-Smartphone beruhigen. Ob das so klappt?

„Bei Fragen von Huawei-Nutzern zu unseren Schritten zur Einhaltung der jüngsten Maßnahmen der US-Regierung: Wir versichern Ihnen, dass Services wie Google Play & Security von Google Play Protect auf Ihrem vorhandenen Huawei-Gerät weiterhin funktionieren, während wir alle US-amerikanischen Vorschriften einhalten.“

/Update

Google kündigt Zusammenarbeit mit Huawei auf

Google hat die Zusammenarbeit mit Huawei eingestellt, heißt es im Bericht der renommierten Kollegen. Grund sei die US-Regierung, die Huawei auf schwarze Listen setzt. Es kommt also richtig dick. Google sperrt Huawei komplett aus, somit gibt es zukünftig keinen vollen Support für Android mehr und keinen Zugriff auf Google-Dienste, wozu der Google Play Store gehört.

Huawei Technologies Co Ltd verliert sofort den Zugriff auf Updates für das Android-Betriebssystem, und die nächsten Modelle seiner Smartphones außerhalb Chinas verliert auch den Zugriff auf beliebte Anwendungen und Dienste wie den Google Play Store und die Google Mail-App.

Für Huawei ist das ein schwerer Schlag, denn der Bericht kurz darauf von mehreren Seiten bestätigt. Ein Android ohne Play Store, YouTube, Gmail und Co, das bekommt man heute kaum noch verkauft. Huawei soll jetzt nur noch Zugriff auf die Google-Software haben, die unter Open Source lizenziert ist, was also zumindest mal das reine Android wäre.

Der komplette Hammer betrifft inbesondere neue Geräte von Huawei, da zumindest für bestehende Smartphones kaum etwas anders wird. Lediglich das Update auf Android Q scheint selbst für die neue P30-Serie gefährdet zu sein. Jetzt müsste Huawei ein eigenes Betriebssystem mit eigenem App-Store international etablieren können, insofern der Bann der USA nicht aufgehoben wird.

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Andre Schneider

    20. Mai 2019 at 07:44

    So ist leider die imperialistische amerikanische Regierung. Lässt ihre Macht jederzeit ausspielen.
    Man sollte sich von amerikanischen Produkten nicht abhängig machen.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      20. Mai 2019 at 08:17

      Das ist ja schön einfach dahergesagt. Aber fangen wir mal bei Produkten wie Smartphones an, die heute quasi unabdingbar sind. Wie geht das ohne amerikanische Software?

      • Avatar

        Andre Schneider

        20. Mai 2019 at 10:56

        Die Welt braucht einen für alle bekannten unabhängigen open-source Appstore für Android. Android ist zwar open-source, aber ohne die Google-Services lebt die Idee von open-source leider nicht so richtig. Google sollte da ein harter Riegel vorgeschoben werden. Die haben viel zu viel Macht in dem Sektor.

      • Denny Fischer

        Denny Fischer

        20. Mai 2019 at 11:26

        Wird ja bereits getan. Aber Google ist so mächtig, dass selbst mit dem neuen Lizenzierungsmodell in der EU wir keinen Hersteller sehen werden, der deshalb nicht trotzdem auf alle Google-Dienste setzt. Und einen solchen App-Store, wie soll der finanziert werden? Da müssen sich Hersteller schon zu durchringen, den auch vorab auf Geräten anzubieten.

      • Avatar

        Andre Schneider

        20. Mai 2019 at 13:38

        @Denny
        Der open-source App-Store könnte klassisch über die Werbung finanziert werden.

      • Denny Fischer

        Denny Fischer

        20. Mai 2019 at 14:48

        Ob das in der Menge funktioniert, die nötig wäre, bezweifle ich. Zumal man ein Werbesystem aufsetzen müsste, das nicht auf die dafür vorhanden Google-Services setzt, was weitere Kosten verursacht.

      • Avatar

        Heinz

        21. Mai 2019 at 11:45

        Yesss. Es geht voran. Google Alphabet hat längst den Weg vom MONOPOL zum MANIPUL beschritten. Auch Apple wird von denen bald ins Reservat verwiesen, dann assimiliert und integriert werden. Das AOSP haben sie über Beeinflussung der Standards, synergetische backdoors und Community Infiltration bereits eh in der Tasche. Also ist auch das keine wirkliche Alternative. Noch ist ihr Trojanisches Pferd namens Satya Nadella bei Microsoft am unvollendeten Wirken. Dennoch haben sie aber die Weltherrschaft nicht ganz. Vision to come true: Die Chinesen gehen eine Bindung mit Nokia ein und kaufen die alsbald brachliegenden Entwicklungsrechte an Windows Mobile (ehemals Windows Phone) von den Amerikanern ein. Dann werden die Karten noch einmal neu gemischt.

      • Denny Fischer

        Denny Fischer

        21. Mai 2019 at 13:14

        Amüsante Idee jedenfalls, das mit Windows Phone.

  2. Avatar

    Holger

    20. Mai 2019 at 12:25

    Das schlimme ist, das die rechtspopulistische Trump Regierung Behauptungen aufstellt ohne Beweise anführen zu können, diese Behauptungen als Tatsachen hinstellt und amerikanische Firmen nötigt dem zu folgen.

    • Avatar

      KraftKlotz

      21. Mai 2019 at 01:52

      Du bringst es auf den Punkt, das ist dabei das wirklich schlimme.
      Und was kommt als nächstes? Wohin führt das wenn ein einzelner Mann ohne bewiesene Fakten Weltunternehmen dazu zwingen kann ihren handel mit Unternehmen zu unterbinden.

  3. Avatar

    Andre Schneider

    20. Mai 2019 at 15:20

    Jetzt sollte sich Huawei für die Custom-ROM Community öffnen und sie aktiv unterstützen.
    Dann hätten wir z.B. stabiles Lineage OS mit Google Apps auf Huawei Smartphones.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      21. Mai 2019 at 11:16

      Wäre sicherlich ein alternativer Weg, den man probieren könnte.

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