Mit seinem ersten Foldable-Smartphone konnte Huawei auf jeden Fall für viel Aufmerksamkeit sorgen. Jedoch nicht, weil es so praktikabel war, sondern so besonders. Inzwischen ist mit der zweiten Generation klar, welche Idee die bessere ist und für den Alltag sowie technisch wohl eher sinnvoll. Für das neue Mate X2 bedient sich Huawei am „Samsung-Konzept“ und probiert die Südkoreaner gleich mal wieder schlecht zu machen.

Huawei möchte den Faltmechanismus nämlich deutlich besser hinbekommen haben, sodass im zusammengeklappten Zustand deutlich weniger Abstand zwischen beiden Bildschirmseiten vorhanden ist. Die dafür verwendeten Grafiken stellen den Konkurrenten allerdings unrealistisch schlecht dar. Auf diese Mittel greift Huawei schon viele Jahre zurück, obwohl man solche Methoden eigentlich gar nicht nötig hat.

Huawei bedient sich für das eigene Foldable nämlich eines interessanten Tricks. Die beiden Seiten sind im zugeklappten Zustand nicht exakt gleich bzw. parallel zueinander, wie man in einer bestimmten Ansicht sehen kann. Eine weitere Grafik macht das anhand der eingezeichneter Linien noch deutlicher:

Unterschiede zu Samsung sind nur geringfügig

Damit kann Huawei den Zwischenraum nochmals minimieren. Ansonsten fällt auf: zur Konkurrenz gibt es kaum Unterschiede. Huawei verbaut auf einer Außenseite ein 6,45″ OLED Display mit 90 Hz und der innen liegende Bildschirm ist ein OLED mit 8″ Bilddiagonale und ebenfalls 90 Hz. Bei der Konkurrenz sind die Displays etwas kleiner, das Gewicht niedriger und in der Dicke nehmen sich die beiden Geräte mit bis 14,7 mm (Mate X2) gegen 16,8 mm (Galaxy Fold 2) auch nicht viel.

Diese grundsätzliche Ähnlichkeit wäre in einem fairen Wettbewerb natürlich umso spannender gewesen, denn dann käme es auf die Details an. Huawei ist allerdings nach wie vor mit Handicap ausgestattet und kann auch heute nur noch maximal Android 10 als Betriebssystem anbieten. Kritik gab es auch immer wieder für eine fehlende Kamera im aufgeklappten Zustand, wodurch keine Videotelefonie im Großformat möglich ist.

Für den deutschen Markt erwarten wir maximal eine sehr limitierte Stückzahl. Zunächst gab es für internationale Märkte allerdings noch absolut gar keine Aussage.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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