In den letzten Monaten hat sich mit Wero in den deutschen Banking-Apps eine praktische Alternative für Überweisungen eingefunden, aber mit der Art und Weise der notwendigen Datenfreigabe sind nicht alle Kunden zufrieden. Besonders ING-Kunden zeigen sich online verärgert.
Eigentlich ist es so, dass man über Wero Geld empfangen und versenden kann, dafür jedoch nur die Rufnummer notwendig ist. Das funktioniert so einfach wie das Versenden einer SMS, so einfach wie das Geld senden über Paypal. Letzteres soll weniger Macht im europäischen Onlinehandel haben, auch deshalb wurde Wero gegründet.
Wero ist in letzter Zeit bei vielen populären deutschen Banken integriert worden und teilweise sogar direkt über die Startseite der Apps verfügbar. Das ist auch bei ING der Fall. Über eine Verknüpfung in der obersten Bedienleiste beim geöffneten Konto kann man Wero sehr schnell erreichen und Geld versenden.

Allerdings zeigen sich die Kunden unglücklich damit, dass es nicht ausreichend ist, einfach die Rufnummer des Empfängers einzugeben. Stattdessen verlangt die ING-App einen Zugriff auf das komplette Adressbuch, um die Smartphone-Kontakte mit Wero zu synchronisieren. Danach sieht man in der Banking-App alle Kontakte, die Wero nutzen.
„Nein! Das möchte ich nicht. Die Daten meiner Kontakte gehen die Bank nichts an“, schreiben kritische Nutzer, die mit dieser Vorgehensweise nicht zufrieden sind. Andere meinen, dass es inzwischen sowieso egal ist, weil viele Nutzer ihr Adressbuch ohnehin schon mit Google, Meta und anderen Diensten synchronisiert hätten, Wero würde den Kohl nicht mehr fett machen.
Auf jeden Fall kann darüber diskutiert werden, ob die Lösung auf diesem Weg funktionieren sollte. Auch andere Banken machen das bei Wero über diesen Weg. Bei der Konkurrenz und das ist eindeutig Paypal, reicht die Eingabe einer Mailadresse, um Geld versenden zu können, da muss kein Adressbruch freigegeben werden.
Kritisieren lässt sich in diesem Fall, dass es keinen anderen Weg gibt. Eine Option wäre schön, einfach nur die gewünschte Rufnummer für den Vorgang eingeben zu können und fertig. Die Banken sollten auf die Synchronisierung des Adressbuchs verzichten oder generell nur als Option belassen, aber nicht dazu zwingen.

Bei der Sparkassen-App kann auch eine wero-Transaktion ausgeführt werden, wenn der Zugriff auf das Adressbuch verweigert wurde.