Farbige E-Ink-Displays mit Hintergrundbeleuchtung gibt es zwar, doch sind diese im Alltag in einem Smartphone gut verwendbar? Daran gibt es berechtigte Zweifel.

In den vergangenen Jahren hatte es häufiger Smartphones mit sogenanntem E-Ink-Display gegeben. In der Regel verfügten solche Smartphones aber auch weiterhin über ein klassisches Display. Vermutlich haben viele schon vom Yota Phone gehört, das allerdings nie den Durchbruch geschafft hat. Hisense probiert es mit einem leicht anderen Konzept, in diesem Fall nämlich einem einzigen Display. Ein präsentierter Prototyp verfügt ausschließlich über ein E-Ink-Display an der Vorderseite. Das ist durchaus interessant, nur womöglich nichts für den Alltag.

E-Ink-Displays noch nicht für Smartphones geeignet

Weil ein E-Ink-Display grob umschrieben wie ein gedrucktes Buch funktioniert, ist die Bildqualität deutlich schlechter. Dafür der Akkuverbrauch wesentlich geringer. Ein Ebook-Reader mit aktivem Display kann wochenlang damit auskommen. Verändert sich das dargestellte Bild nicht, benötigt das „gedruckte“ Display quasi keinen Strom. Allerdings werden auch nur 4096 Farben unterstützt, jedenfalls im Hisense-Prototypen. Nicht gerade viel. Für Webseiten ausreichend, bei Bildern kein Augenschmaus.

Spiele kann man vergessen, nicht einmal simple Animationen sind auf einem solchen Display flüssig in der Darstellung. Dafür ist die Bildwiederholrate viel zu gering. In einem Video wird das Gerät demonstriert. Ich frage mich derweil, in welchen Situationen ein solches Display in einem Smartphone praktisch sein soll. Also Option ja, aber nicht als alleiniges Display.

Android Police

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.