iPhone-Nutzer wechselt zu Android: „Endlich Freiheit!“

iPhone-Android-Smartphone-Hero

Bild: Bagus Hernawan/Screen Post/Unsplash

"Endlich habe ich das Gefühl, das Telefon zu besitzen."

Klar, dass ein Smartphone-Nutzer von iOS zu Android wechselt, ist eigentlich keine Nachricht wert. Aber wenn jemand so detailliert seine Erfahrungen mit der Welt teilt, wie es in diesem Fall passiert – dann lohnt sich schonmal ein genauerer Blick. In einem viel beachteten Reddit-Thread hat User RedPenguinGB Pro und Kontra sorgfältig aufgelistet.

Genauer gesagt ist er von einem iPhone 14 Pro Max mit Umwegen über das Samsung Galaxy Z Fold 4 und Pixel 7 Pro bei einem Samsung Galaxy S23 Ultra gelandet. Auch nicht ganz unwichtig: Seine restliche Ausrüstung besteht aus einem Windows-PC und Linux-Laptop. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass ein iPhone durchaus mehr Sinn ergibt, wenn man etwa ein MacBook und/oder ein iPad im Einsatz hat.

RedPenguinGB berichtet von vielen positiven Erfahrungen mit seinem Wechsel zu Android und hebt insbesondere die Möglichkeit hervor, sein Smartphone nach seinen Bedürfnissen anpassen zu können.

Dabei geht es nicht nur darum einen Webbrowser zu verwenden, „der nicht Safari in einem Trenchcoat ist“ oder eine YouTube-App, die Werbung skippen kann, sondern auch um Personalisierungen durch Anwendungen wie Goodlock, andere Launcher und nützlichere Widgets. Aber er sagt auch: Die Einrichtung hat ihn zehn Stunden gekostet, „aber ich denke, das ist es, was Android ist.“

Freiheit! Endlich habe ich das Gefühl, das Telefon zu besitzen, anstatt es für einen unverschämten einmaligen Preis zu mieten. […] Endlich kann ich die ganze Leistung nutzen, die mir eine mobile CPU bietet. Es fühlt sich nicht wie ein smarteres Telefon an, sondern wie ein Computer in meiner Tasche.

Allerdings gibt es genauso einige negative Aspekte, die der Nutzer erwähnt. So bemängelt er die Bildverarbeitung der Samsung-Kamera, die dazu führe, dass Bilder oft übersättigt und überschärft aussehen. Generell kritisiert er auch den ganzen Schrott, mit dem der Google Play Store überfüllt ist – von der vorinstallierten Bloatware mal abgesehen.

Insgesamt ist RedPenguinGB sehr zufrieden mit seinem Wechsel zu Android und plant, bei dieser Entscheidung zu bleiben, es sei denn, Apple bringt etwas „wirklich Revolutionäres“ auf den Markt. Trotzdem vermisst er einiges an Zubehör wie die Apple Watch und AirTags, die er zuvor mit seinem iPhone genutzt hat und sucht nach geeigneten Alternativen.

Als iPhone-Nutzer im Alltag seit einigen Jahren kann ich die Kritik an iOS durchaus nachvollziehen und ich habe schon öfter drüber nachgedacht, wieder auf Android zu wechseln. Durch MacBook und iPad wäre die Zusammenarbeit zwischen Smartphone und restlichen Gerätschaften aber nicht mehr so nahtlos. Was haltet ihr von der Beurteilung von Android aus den Augen eines iPhone-Nutzers?

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8 Kommentare zu „iPhone-Nutzer wechselt zu Android: „Endlich Freiheit!““

  1. Ich habe privat ausschließlich Android-Smartphones, supporte aber privat einige IPhone-Nutzer.
    Positiv am Iphone/iOS ist u.a. der Gerätewechsel:
    Cloud- oder lokales Backup erstellen, neues Gerät anmelden, Backup zurückspielen und alles ist wie auf dem „alten Gerät“, also sämtliche Daten und Einstellungen wie Bildschirmhintergrund, Anordnung der App-Icons etc. Kann also jeder DAU.
    Was mich negativ stört:
    iOS kann z.B. keine 5 Spalten und 6 bzw. 7-zeilige App-Icon-Anordnung … das kann JEDES Billig-Android-Gerät!
    Und iOS kann KEINE (akku-unabhängige) zeitgesteuerten Energiesparmodus von z.B. 22 bis 6 Uhr. Kann auch so gut wie jedes Android. Leider, je nach UI und Smartphonehersteller, mal mehr mal weniger gut zu finden und einfach einzustellen ist. Samsung etwas auswändiger, bei Asus easy-peasy.
    Siehe Hinweise dieses Nutzers:
    https://www.schmidtisblog.de/samsung-galaxy-s23-reihe-soll-im-maerz-grosses-kamera-update-bekommen-1704149/#comment-35012
    welche ich ausprobiert und verifizieren konnte!
    Ein neues Android einzurichten ist leider recht (zeit-) aufwändig, man lernt aber auch das System damit kennen … und Wissen ist Macht.

  2. Interessant finde ich die Aussage, dass seine größte Angst der Akku war. Dabei sehe ich gerade alle iPhone User immer auf der Suche nach einer Steckdose zum Laden und in der Firma hängen alle iPhone immer am Kabel. Der Rest ist ja meist Geschmacksache und persönliches Gusto. Ich selber finde Dateihandling auf iPhone/iPad immer sehr mühsam und deshalb nutze ich lieber Android.

    1. „iPhone User immer auf der Suche nach einer Steckdose zum Laden“ … das kommt auf das Nutzungsverhalten an.
      Das IPhone 13 meiner Bekannten wird alle 48 bis 72h geladen … also bei „normaler“ Nutzung (2-3h Displaytime täglich) incl. Telefonie und WhatsApp.
      Wenn der Apple-User natürlich permanent auf dem Wischkästel rumwischt, dann hält das Akku natürlich keine 24h …
      Ist wie am Auto:
      Wer einen 1.8Turbo-Benziner (mit 210 PS) fährt, kann den mit 6,0 Liter oder 20 Liter pro 100km fahren … Liegt am Nutzer und dem Nutzungsverhalten.

  3. Leute, was ist hier los? Es geht um Android vs. Apple und ich musste noch keinen Kommentar löschen? Das macht mich sehr glücklich!

    1. Na, was sollen iFangirlz schon groß sagen, wenn es um ‚Freiheit‘ geht? Schliesslich hat man das System IOS welches einem alles vorkaut und enge Grenzen setzt, höchst freiwillig gewählt.
      Das Loblied auf Samsung kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen, das Unternehmen drängt sich ja mit seinen eigenen Diensten samt Store noch lästiger auf. Knox nicht zu vergessen, man kann nicht mal den Originalzustand nach Custom ROM wieder herstellen, was für den Wiederverkauf wichtig wäre.
      *Was* schlussendlich echter Bloat ist, bleibt stark vom Nutzerprofil abhängig – manche quengeln ja schon über die Stiftsoftware zum Ausnutzen der zusätzlichen Fähigkeiten.
      Schönen Restsonntag!

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