In der kommenden Woche plant die Deutsche Telekom neue Tarife vorzustellen. Man muss einen adäquaten Ersatz für die wegfallenden StreamOn-Tarife bieten. Vor wenigen Wochen fiel für die deutschen Netzbetreiber der Hammer. Zero-Rating-Angebote sind untersagt, sie unterwandern die Netzneutralität. Die Tarife mit Flatrate-Paketen für ausgewählte Internetdienste darf es in Zukunft nicht mehr geben. Telekom und Vodafone mussten handeln.

Update: Inzwischen gibt es eine Antwort auf unsere Frage. Und nein, die Telekom hat nicht das Datenvolumen drastisch hochgeschraubt oder die Preise nach unten. Stattdessen gibt es jetzt „teilbare“ Tarife, die nur dann je Kunde günstig sind, wenn man gleich noch Familie und Freunde mitbringt. Schade, aber das war nichts. /Update

Vodafone war eher, bleibt aber recht teuer

Bei Vodafone ist das nicht so gelungen, jedenfalls nicht beim Blick aufs Preisschild. Richtig große Tarife kosten bei Vodafone extrem viel Geld, daran haben auch die neuen GigaMobil-Angebote nichts geändert. Vodafone GigaMobil XL ohne Datenvolumen-Grenze kostet mit Rabatt derzeit 63,99 Euro je Monat. Klar ist im Vorfeld schon, dass die Telekom kaum daran interessiert sein kann, deutlich günstiger als Vodafone zu sein.

Telekom hat in anderen Märkten schon vorgelegt

Und dennoch kann man einen guten Plan erwarten. In den USA gibt es zum Beispiel eine richtige Flat für nur 50 Dollar im Monat. Haken: Hat man rund 50 GB überschritten, bekommt man im Netz weniger Priorität zugewiesen. Ob man das als Kunde spürt, ist natürlich eine andere Frage. Aber das ist sicherlich attraktiver als die sonst übliche Daten-Drossel auf Edge-Niveau.

In der kommenden Woche gibt es von der Telekom ein Event und dort möchte man „Kunden zu Fans machen“. Das klingt natürlich erst mal nach einem ordentlichen Versprechen in die Zukunft mit spannenden Tarifen. Sicherlich wird es nicht so weit kommen, dass echte Telekom-Tarife (MagentaMobil) für Kunden mit kleinen Budgets geeignet sein werden.

Richtige Flats nur bei O2 verhältnismäßig günstig

Es ist aber auch klar, dass verbesserte Tarife bei der Telekom dafür sorgen, dass Tarife bei kleineren Anbietern wie Congstar später in veränderter Form nachziehen. Wobei es Zero-Rating in günstiger Variante nie gegeben hat. Da muss man schon zu O2 gehen, dort gibt es richtige Flats für gutes Geld.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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8 Kommentare

  1. Weniger Prio nachdem das Datenvolumen verbraucht ist wird wegen der Netzneutralität nicht funktionieren. Tarife mit weniger Maximalgeschwindigkeit jedoch waren möglich.

    1. Soweit ich das nachverfolgt habe nicht ganz korrekt. Das Problem am Stream on war, das rein theoretisch Netflix eine bevorzugte Marktstellung dadurch bekommen hat, das es keine Datenvolumen gekostet hat. Ein anderer Anbieter, sagen wir Flixnet hat da Nachteile. Daher nicht „Neutral“ wird aber der ganze Traffic egal auf welche Seite gedowngraded dürfte das wieder relativ egal sein.

  2. Ich bin gespannt was dabei rauskommen wird. Generell ist es mir nicht wichtig das die Telekom Tarife günstiger werden, da mich der Service den man für den Preis bekommt, komplett abholt. Selbst bei Vodafone bekommt man nur beschissenen Service.
    Mein Fazit: Die Preise könnten exakt so bleiben, es braucht nur irgendeinen Ersatz für die StreamOn Funktion

  3. Eigentlich können die Mobilfunkbetreiber doch mehr Datenvolumen anbieten. StreamOn und Vodafone Pass haben doch gezeigt, dass das Netz dann nicht ausgelastet ist. Aber die können die Preise verlangen, weil es genug Leute gibt, die dafür zahlen.

  4. Die Erwartungshaltung an die Telekom ist groß, die Enttäuschung wird das noch übertreffen.
    Sie haben nichts dazu gelernt, trotz sinkender Marktanteile…

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