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Mastercard-Leak: Daten von 90.000 Kunden im Netz – jetzt selbst prüfen

Denny Fischer

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Deine persönlichen Daten im Netz finden? Unbezahlbar. Mastercard hat ein Problem, denn diverse Kundendaten von knapp 90.000 Personen sind im Netz gelandet. Betroffen war das Bonusprogramm „Priceless Specials“. Wer das genutzt hat, könnte in dieser ominösen Tabelle auftauchen. Erste Nutzer konnten bereits nachprüfen, dass auch ihre Kundendaten in dieser Tabelle zu finden sind, wodurch dieser Leak längst bestätigt sein dürfte.

Mastercard selbst sagt, dass dieses Bonusprogramm nicht im Zusammenhang mit dem Zahlungssystem von Mastercard steht, also wirklich nur die Kunden von Priceless Specials betroffen sind. Zumindest ist das ein deutlich kleinerer Kundenstamm, wenn man denn etwas positiver auf diesen Leak schauen will.

Mastercard wurde auf ein Problem im Zusammenhang mit unserer Priceless Specials-Plattform aufmerksam gemacht. Wir nehmen Privatsphäre sehr ernst und untersuchen dieses Problem mit Hochdruck. Vorsorglich haben wir die Priceless Specials-Plattform umgehend geschlossen. Dieses Problem hat keinerlei Auswirkungen und steht nicht im Zusammenhang mit dem Zahlungsnetzwerk von Mastercard.

Kaum sensible Daten geleakt

Mehr oder weniger schwer ist eine Liste im Netz mit diesen Kundendaten zu finden. Darin enthalten sind Namen, Postleitzahl, Telefonnummern, Geburtsdaten und E-Mail-Adressen – die Karten-ID und andere sensible Daten sind hingegen nicht zu finden bzw. zensiert. Es scheint keine Panik angebracht zu sein, auch wenn die Kombination aus Name und Geburtsdatum schon viel wert sein kann. Zudem sollten sich betroffene Nutzer auf Phishing-Mails einstellen.

Update vom 21. August 2019: Es ist inzwischen bestätigt, dass auch volle Kreditkartennummern im Netz aufgetaucht sind, mehrere Kollegen mussten das bereits selbst herausfinden. Deshalb ist Kunden zur Vorsicht geraten, unbedingt die eigenen Mastercard-Konten im Blick zu behalten oder ggf. sogar gleich neue Karten zu beantragen. /Update

Das eigentliche Problem ist wohl der Umgang mit dem Thema. Schon vor Wochen soll es Hinweise auf Probleme mit der Sicherheit gegeben haben und es folgte offensichtlich keine Reaktion. Natürlich fühlen sich Kunden betrogen, das Vertrauen in das Unternehmen sinkt rapide. Zunächst wurde die Webseite des Bonusprogramms stillgelegt.

Update vom 20. August 2019: Jetzt kann man selbst prüfen, ob die eigenen Daten zu finden sind, ohne die eher illegale Liste durch das Netz zu reichen. Einfach eure verwendete E-Mail-Adresse hier eintragen.

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