Ein Edge, Infinity oder Waterfall Display ist heute quasi in jedem Flaggschiff-Smartphone zu finden, doch das kann auch ganz schnell sehr billig aussehen.

In den letzten Jahren hat sich herauskristallisiert, dass ein nach wie vor anhaltender Trend bei Flaggschiff-Smartphones eigentlich gar nicht mehr bei jeder Person so gut ankommt. Wir reden von den gebogenen Displays, die ursprünglich mal Samsung mit seinen Smartphones einführte. Hieß zu Anfangszeiten mal „Edge“. Heute glaubt jeder Hersteller, ein solches Display sei cool, weil sich dadurch der Displayrand optisch schlanker machen lässt und ein Infinity-Look zustande kommt.

Aber auch bei heutigen Geräten bringt dieses gebogene Display verschiedene Probleme mit sich. Zum einen ist das in den Gehäuserahmen übergehende Display ebenso empfindlich für Berührungen, kann unter Umständen für fehlerhafte Eingaben sorgen, wenn man das Gerät in der Hand hält. Für mich persönlich tritt aber ein anderer Faktor häufiger auf, nämlich die hässlichen optischen Begleiterscheinungen.

Die Schattenseiten gebogener Smartphone-Displays

Im gebogenen Glas bricht sich immer das Licht. Je nach Blickwinkel sieht man dann einen farbigen Streifen oder Regenbogen. Oder wie bei meinem Foto sichtbar, einen dunklen Schatten. Fotografiert habe ich in diesem Fall das OnePlus 8 Pro im Wert von 899 Euro. Das ist jetzt nur ein einziges Beispiel stellvertretend für alle Smartphones mit stark gebogenen Displays, bis heute sind diese Begleiterscheinungen immer vorhanden.

Das Foto soll anschaulich verdeutlichen, warum ich bei jedem Gerät mit „Edge Display“ schreibe, dass mir diese gebogenen Displays einfach nicht gefallen. Ein eigentlich sehr hochwertiges Display kann dadurch stets irgendwie billig und fehlerhaft wirken. Und das kann doch nicht der Anspruch der Hersteller sein, oder? Ich kann mich damit jedenfalls nicht anfreunden und bevorzuge weiterhin Smartphones, in die ein vollständig glattes Display integriert ist.

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Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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7 Kommentare

  1. Das kennt wohl jeder Edge-Besitzer. Nach dem Galaxy S7 und S8 wollte ich das eigentlich auch nicht mehr, aber wird ja förmlich dazu gezwungen wenn man ein ansonsten gutes Gerät will. Beim OnePlus 7 Pro fallen mir diese Verfärbungen aber kaum auf. Liegt vielleicht auch daran, dass die Rundung nach hinten eher dezenter ist und mehr ins Innere ragt.

    Ich verstehe auch nicht warum das überhaupt gemacht wird. Von Anfang an hassen es die Leute, aber trotzdem machen es alle nach, und übertreiben wie im Falle Huawei auch noch maßlos. Aber Samsung hat wohl erkannt dass das Müll ist und ist bei den 20ern recht zurückhaltend.

    Einen Vorteil haben sie aber, sie helfen bei den Android 10 Gestensteuerung (zurück). Obwohl Apple das auch ohne Edges gut hinbekommt.

    1. Wie ist denn die Rundung beim OP8 ? Dezenter oder auch ausgeprägter?
      Ein Vergleich zum Op7 Pro wäre interessant, das hatte ich schon in der Hand, und die Rundung war mir Zuviel.

      1. Ich glaube es gibt bei OnePlus fast allen China-Geräten in den letzte Jahren immer nahezu die gleich starke Rundung. Außer die Waterfall-Displays, die sind noch extremer.

  2. Das ist immer blöd zu erklären.
    Beim 7er ist der Radius sehr groß, also nicht so sehr nach hinten gezogen, dafür aber recht weit nach innen, eher ein sanfter Übergang.
    Beim 8er, so scheint es mir jedenfalls, ist der Radius kleiner, also stärker gebogen. Dafür geht die Biegung aber nicht so weit ins Display hinein.
    Wenn die eigentliche Rundung stärker ist, gibt es natürlich eher Verfärbungen und Schatten und so.

  3. Endlich jemand der meine Meinung teilt. Dieser ganze Wahnsinn um weniger Rand ist genauso an der Funktionalität vorbei gedacht, wir die tollen Rückseiten.
    Egal welches Handy ich nutze (aktuell noch das p30 pro), es bekommt erst Mal eine Schutzhülle verpasst und damit ist das Design obsolet.
    Warum liefern die Hersteller nicht eine passende Hülle mit?!

    Ein weiterer Punkt der mich stört ist das Punkthole der Selfiekamera.
    Besser ganz darauf verzichten und auf der Rückseite einen Spiegel, wenn man sich unbedingt selber fotografieren muss und keine Freunde hat.

  4. Sehe ich genau so wie du!
    Das S6 Edge lag zum Beispiel dadurch auch noch miserabel in der Hand, hat sich nicht gut angefühlt und rutschte schnell davon.

    Was mich ebenfalls stört, wenn die Displayecken abgerundet sind wie z.B. Beim Galaxy S9, sieht nicht gut aus und ist unpraktisch.
    In Ordnung finde ich es wen die Ecken angerundet sind.

    Aber mal im ernst können wir sowas heutzutage nicht mit einem OLED Display nicht Softwaremäßig regeln?

    Ich hab die Ecken meines XZ1 Compact mal Softwaremäßig abgerundet, kann man so einstellen wie es einem gefällt und trotz des nicht so guten schwarzwert ist es meistens gar nicht aufgefallen dass es Softwareseitig ist!

    Bei OLED sieht das bestimmt gut aus.

    Jetzt aber eine Sache wo ich Samsung Loben muss, Das Huawei P20lite hat eine geringe Display to Body Ratio als das S9 UND nutzt eine Notch. Da sieht man schon dass es hier nur ein Sinnloses Design Element ist.

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