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Android

Motorola Moto E ausprobiert (Test)

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Mit dem Motorola Moto E hat der noch in den USA sitzende Hersteller erneut den Preis von guten Smartphones brechen können. Und das gelingt nicht nur auf dem Datenblatt, denn auch im Alltag konnte das Moto E beweisen, dass es ein wirklich tolles Smartphone für Einsteiger ist. Ein besonders großer Vorteil ist natürlich die aktuelle Android-Version, welche fast ohne Anpassungen daherkommt. Kein anderer Hersteller aus China oder anderen Ländern kann da mithalten, was meines Erachtens auch einer größten Nachteile der Geräte von Wiko usw. ist.

Design / Verarbeitung / Haptik

Beim Design hat sich bei auch beim Moto E nicht mehr viel getan, denn der grundlegende Look des neuen Smartphones ist dem Moto G und Moto X sehr ähnlich. Auch die Verarbeitung macht meines Erachtens einen guten Eindruck und liegt auf dem Niveau des Moto G, wobei man das auch erst so richtig nach langer Zeit beurteilen kann. Da aber mein eigenes Moto X nach fünf Monaten noch wie neu in der Hand liegt, bin ich da auch guter Dinge für die zwei günstigeren Modelle.

Bei der Haptik ein ähnliches Bild, denn das Moto E liegt ganz nett in der Hand und fasst sich auch recht gut an. Vor allem ist das Gerät sehr kompakt, wenngleich auch etwas dick und schwer. Die Tasten wiederum sind nicht gelungen, denn diese sitzen meines Erachtens zu tief im Gehäuse und bieten auch einen recht mäßigen Druckpunkt. Ist vor allem bei der Power-Taste unangenehm, da man diese ja sehr häufig benutzt. Immerhin klappern die Tasten nicht wie beim Moto G.

Display

Beim Display gibt es einige positive und negative Seiten, was aber aufgrund des Preises zu erwarten war. Die Reaktionszeit und Genauigkeit bei der Bedienung ist echt klasse und vor allem spürbar besser als bei Geräten wie dem Wiko Rainbow. Auch die Helligkeit weiß für ein Gerät in dieser Preisklasse noch halbwegs zu überzeugen, auch wenn es direkt in der Sonne dann schon wieder schwierig wird. Nicht so geil ist aber die Blickwinkelabhängigkeit, denn schnell sieht man eine Art Schimmer auf dem Display, wenn man nicht direkt frontal darauf schaut. Als Schwachstelle würde ich das Display des Moto E aber nicht bezeichnen, denn dafür bietet es insgesamt zu gute Leistungen.

Software

Zur Software des Moto E muss man nicht wirklich viel sagen, denn das Gerät wird mit Android 4.4.2 ausgeliefert und bietet kaum Software des Herstellers. Ein paar Apps wie Alert (Notfallbenachrichtigungen) und Assist (automatisierte Vorgänge) sind mit an Bord. Die sind sogar nützlich, deutlich nützlicher als die Crapware anderer Hersteller. Stock-Android auf einem Einsteiger-Smartphone ist wohl die beste Wahl. Android 4.4.3 wird es übrigens auch geben, wie Motorola vor einiger Zeit schon bestätigte.

Systemleistung

Power ohne Ende kann man von dem kleinen Snapdragon 200-Prozessor nicht erwarten, doch er läuft recht rund ist eben auch ausreichend für die meisten Aktivitäten. Selbst die Webseite von TheVerge kann flüssig gescrollt werden, auch wenn natürlich das Rendering im Browser dann doch manchmal etwas mehr Zeit benötigt, als das bei Geräten mit mehr Leistung der Fall ist. Ein etwas fixerer Snapdragon 400 wäre aber wünschenswert gewesen.

Akku

65% Akku waren nach über vier Tagen Standby noch übrig. Dabei war das Display ungefähr 30 Minuten an, in welcher Zeit ich eben das Gerät ein wenig genutzt hatte. Aber selbst wenn man das Moto E wirklich etwas intensiver nutzt, so macht der integrierte Akku (nicht wechselbar) eine sehr gute Figur und reicht mindestens für einen Tag, wobei Nutzer wie ich auch 48 h über die Runden kommen. Bei einer gesamten Laufzeit von 24 h oder mehr war 4 – 6 h das Display an.

Kamera

Wo das Moto E seine Schwächen hat? Die Kamera ist der letzte Müll, so ehrlich muss man sein. Es gibt nicht nur keinen LED-Blitz, sondern nicht mal ein Autofokus ist mit an Bord. Die Kamera scheint gefühlte 10 Jahre alt zu sein. Fotos aus kurzer Entfernung sind immer unscharf und normale Fotos bieten zudem immer nur eine schlechte Qualität. Selbst Schnappschüsse machen mit dieser Kamera nicht viel Spaß. Wir dachten ja erst die Kamera des Moto G sei nicht so geil, doch Motorola hat hier noch einen draufgesetzt. (Beispielfotos)

Sonstiges

Ein Highlight am Moto E fehlt euch? Das kann man zwar vom Preis von nur 120 Euro nicht verlangen, doch Motorola bietet mit dem integrierten Frontlautsprecher definitiv eines. Während viele Geräte beim Sound komplett krachen gehen, weil die Lautsprecher an der Rückseite verbaut und zudem nicht besonders gut sind, kann das Moto E hier die Konkurrenz alt aussehen lassen. Dennoch könnte der Sound deutlich satter sein.

Nett ist auch die Verfügbarkeit des microSD-Slots, sodass der interne Speicher immer auf Wunsch erweitert werden kann.

Fazit

Motorola hat meines Erachtens die gesamte Konkurrenz aus China überholen können. Schon das Moto G konnte wirklich viel für einen guten Preis bieten und mit dem Moto E kann der Hersteller nochmals 50 Euro günstiger ein nettes Smartphone anbieten. Leider ist die Kamera unbrauchbar. Doch der Rest ist insgesamt gut gemessen am Preis.

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