In Europa konnte OnePlus den Fuß in die Tür setzen, ist aber nicht darüber hinausgekommen. Jetzt wird die Belegschaft verkleinert, andere Märkte sind wichtiger.

Wir sind inzwischen beim OnePlus 8 angekommen, die neuen Flaggschiff-Smartphones können fast restlos überzeugen und der noch junge Hersteller ist angekommen. Könnte man jedenfalls meinen, auch mit Blick auf diverse internationale Märkte. Andernorts hat OnePlus sogar Samsung und Co. abgelöst, jedenfalls in der Kategorie der Highend-Premium-Smartphones. Hier in Europa sieht das komplett anders aus, bestätigt eine dramatische Meldung kurz nach Ostern.

OnePlus bedient hier eine Nische, ist im Massenmarkt nach vielen Jahren noch immer nicht angekommen. OnePlus taucht bislang nicht in Bestseller-Listen auf, das scheint auch nicht mehr zu passieren. Eine Ursache dafür soll die teilweise problematische Zusammenarbeit mit Mobilfunkanbietern sein, von der Smartphone-Hersteller aber langfristig in einigen Märkten durchaus abhängig sind.

Nur mit treuen Fans verdient sich kein Geld

Es gelang außerdem nicht der Wechsel von einer ordentlichen Fangemeinschaft hin zum Massenmarkt. OnePlus verkleinert sich in Europa daher drastisch, was in erster Linie für die Mitarbeiter des Unternehmens schmerzhaft ist. In Großbritannien, Deutschland und Frankreich reduziert OnePlus das eigene Personal wohl um satte 80 Prozent, berichtet Engadget aus dem Unternehmen nahen Quellen.

OnePlus spricht von Umstrukturierungen, um das Unternehmen mehr auf die Schlüsselmärkte auszurichten. Welche nicht hier bei uns sind. Zur Umstrukturierung gehört tatsächlich auch der Umzug einiger Büros, wie das Londoner HQ nach Helsinki.

Update vom 25. April 2020: In einem Statement im eigenen Forum wiederholt OnePlus, dass es sich um Umstrukturierungen handelt. Man ist in einigen Ländern stärker als in anderen, also versucht man auf diesen den Fokus zu legen. OnePlus bestätigt aber auch, dass die drei größten europäischen Märkte Deutschland, Frankreich und Großbritannien eben nicht zu den erfolgreiche Regionen gehören. 20 Mitarbeiter seien betroffen.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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3 Kommentare

  1. Hatte selbst das oneplus one und das oneplus 3. Ab da wars mir zu teuer. Selbst schuld wenn sie solche Preise verlangen. Die Europäer geben das nicht aus, ganz einfach. Diejenigen, die soviel ausgeben wollen kaufen Apple oder Samsung im Vertrag. Da fängt das Problem schon an,oneplus im Vertrag ist schwierig zu bekommen.
    Xiaomi wird es auch so ergehen wenn sie mit ihren Preisen so weiter machen. Kein Mensch hier bezahlt 1000€ für ein xiaomi.

    1. Xiaomi wollte mal in Deutschland mit den Mi Note 10 durchstarten. Sehr weit ist man damit glaube icht nicht gekommen. Statt den Vertrieb aus Deutschland werden jetzt Xiaomi Geräte aus den Niederlanden direkt bei uns vertrieben. Das Mi 10 dürfte auch so teuer sein, weil dafür auch Fernsehwerbung geschaltet wird. Mal sehen, wie das mit Xiaomi so weiter läuft.

      Die Features eines 1.000€ Smartphones brauche ich nicht.

      1. Teure Geräte müssen flächendeckend mit Vertrag verfügbar sein. Und halt auch bei allen Händlern. Du bekommst OnePlus-Geräte nicht mal bei MediaMarkt und Saturn.

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