Pace Link Testbericht: Bord-Computer, digitales Fahrtenbuch und mehr

Pace Header

Seit einigen Wochen teste ich in meinem Auto der Pace Link, ein kleiner Computer für die ODB Schnittstelle in Autos mit diversen coolen Funktionen. Es gibt viele Tools für diese Schnittstelle, denn darüber kann man allerhand Daten eines Fahrzeugs auslesen, woraufhin ihr nicht nur euren Fahrstil anpassen könnt, sondern natürlich auch andere nervige Aufgaben erledigt habt. Zum Beispiel bietet Pace eine detaillierte Anzeige eurer getätigten Fahrten, sodass damit ein per Hand angelegtes Fahrtenbuch der Vergangenheit angehört.

Kinderleicht und doch mit Tücken: Installation von Pace

Je nach Fahrzeug dürfte die Installation von Pace recht einfach sein, weil man eigentlich nur die Position des ODB-Anschlusses suchen bzw. finden muss. Pace eingesteckt, Auto angemacht und mit der App auf dem Smartphone via Bluetooth verbunden. Funktionierte bei mir tadellos. Aber es gibt dann eben doch die ein oder andere Tücke, die sich zumindest bei meinem Fahrzeug auftat. Versteckt ist der ODB-Stecker bei mir unterhalb des Lenkrads, unter einer Abdeckung. Mit eingestecktem Pace lässt sich diese vorhandene Abdeckung allerdings nicht mehr montieren. Obwohl das Modul schon nicht sonderlich groß ist.

Pace Link im DS3

Obwohl das Gehäuse des PACE nicht besonders groß ist, nimmt es offensichtlich doch etwas zu viel Platz weg. Bei vielen moderneren Autos könnte dieses Problem auftreten, einfach weil heutzutage alles hinter irgendwelchen Abdeckungen versteckt ist. Klärt das also ggf. vorher ab, fragt bei Pace an oder schaut euch im Netz nach eventuellen Lösungsmöglichkeiten um. Normalerweise wird ODB ja nur kurzfristig genutzt, um etwa Fehler auszulesen.

Nur Fahrtenbuch oder mehr? Nutzung im Alltag

Pace kann im Alltag recht nützlich sein, denn neben der bloßen Aufzeichnung der Fahrten, werden auch Live-Daten geliefert und angezeigt. Natürlich sind diese Daten aber davon abhängig, was euer Auto an Daten überhaupt liefern kann. Leider fehlen bei meinem Modell die Öltemperatur und der Druck des Turbos. Schade. Für Anfänger oder Wenigfahrer ist sicher noch der Eco-Score interessant. Haben heute moderne Autos sowieso schon integriert, etwas ältere Fahrzeuge aber nicht.

Pace Link Test
Pace Link Live-Ansicht mit Fahrzeugdaten

Dieser Eco-Score errechnet aus Motorlast, Gang, Drehzahl und Geschwindigkeit, wie ökologisch ihr unterwegs seid. Neben den Daten zum Auto zeigt euch die App auch an, wie hoch die erlaubte Geschwindigkeit ist. Sicher kann das auch in bekannten Städten immer wieder interessant sein, um nicht aus Versehen in eine Radarfalle zu gelangen. Zusätzlich kann noch eine Kartenansicht mit Stau-Anzeige aktiviert werden und einen Musikplayer gibt es auch.

Optionaler Race-Mode beschränkt sich auf die wichtigsten Daten inkl. G-Kräften.

Für das Fahrtenbuch zeigt euch die App, wann und wo ihr euer Fahrzeug bewegt habt. Des Weiteren könnt ihr Tankvorgänge in der App hinterlegen, um auch darüber eine Übersicht zu haben. Zugleich wird der Spritverbrauch errechnet.

Pace Link Test

Und per „Find my Car“ lässt sich das Auto finden, vergleichbar mit der Parkplatz-Funktion von Google Maps. Eine Diebstahlsicherung ist diese Funktion aber nicht, dafür fehlt Pace eine integrierte SIM-Karte. Übrigens lässt sich das Fahrtenbuch als PDF exportieren.

Was es noch so gibt

  • Es kann ein automatischer Notruf aktiviert werden.
  • Pace kann Fehler des Fahrzeugs auslesen, der erste Besuch der Werkstatt entfällt somit
  • Es gibt eine Website, über welche die Daten ebenso abrufbar sind
  • Auch ohne Bluetooth-Verbindung zum Smartphone merkt sich Pace die zuletzt gefahrenen Strecken.

Pace Link Test

Fazit

Pace ist keine neue und trotzdem coole Idee. Egal ob euer Fahrzeug erst ein paar Jahre oder schon ein Jahrzehnt alt ist, ihr könnt mit Pace nützliche Werte in Erfahrung bringen und euch vielleicht ein wenig Arbeit abnehmen. Die Pflege des Produktes scheint gut zu sein, regelmäßig erscheinen Updates für Pace-Hardware und die App. 119 Euro sind gut investiert, auf lange und auch kurze Sicht. Ich bin durchaus überzeugt, auch wenn Pace für mich persönlich aufgrund von Home-Office und „ich fahr, wie ich Bock habe“ nur wenig Sinn ergibt.

Ob euer Fahrzeug kompatibel ist, erfahrt ihr hier. Pace bekommt ihr entweder direkt im hauseigenen Shop oder aber auch bei Amazon.