Patentstreit legt Lenovo und Motorola in Deutschland lahm

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Bild: Lenovo

Ein neuer Tag, ein neuer Patentstreit - dieses Mal trifft es Lenovo und Motorola. Ungewöhnlich ist das Ausmaß der betroffenen Produktpalette, die jetzt nicht verkauft werden darf.

Der Technologiekonzern Lenovo muss einen herben Rückschlag auf dem deutschen Markt hinnehmen. Aufgrund eines Patentstreits mit InterDigital hat das Landgericht München I ein Verkaufsverbot für Lenovo-Produkte mit WWAN-Modulen verhängt.

Klingt nach Nischenthema, tatsächlich handelt es sich aber um ein wichtiges Bauteil für mobile 4G- und 5G-Anbindungen. Damit dürfen bis auf Weiteres nicht nur keine Motorola-Smartphones, sondern auch keine Lenovo-Notebooks und -Tablets mit Mobilfunkanbindung hierzulande verkauft werden.

Im Kern des Konflikts stehen Lizenzvereinbarungen und die Frage, ob Lenovo gegen Patentrechte von InterDigital verstoßen hat. Während InterDigital sich in seiner Position bestätigt sieht und auf eine Einigung hofft, hält Lenovo dagegen. Der chinesische Hersteller wirft InterDigital vor, selbst gegen Verpflichtungen zu fairen Lizenzbedingungen verstoßen zu haben. Doch Lenovo gibt sich kämpferisch: Man habe Berufung eingelegt und arbeite daran, die Folgen des Verkaufsstopps abzumildern.

Es ist nicht das erste Mal, dass Patentstreitigkeiten große Konzerne vor Gericht bringen, zuletzt hatte der BBK-Konzern hierzulande ordentlich zu knabbern. Doch selten haben Verkaufsverbote eine so breite Produktpalette eines Herstellers betroffen. Falls ihr unbedingt jetzt ein entsprechendes Gerät von Lenovo oder Motorola benötigt, solltet ihr bei Resellern wie Amazon allerdings noch fündig werden, nur halt nicht mehr in den offiziellen Onlineshops.

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