Während Unternehmen wie Google überlegen, von Qualcomm Abstand zu nehmen und die Chips künftig selbst zu bauen, geht der Halbleiterhersteller bald vielleicht den umgekehrten Weg. Immer wieder gab es Gerüchte um Qualcomm, die ein eigenes Smartphone auf den Markt bringen sollten.

Nach 15 Jahren bei Nokia verlässt er den Laden

Jetzt gibt es bei dem Marktführer einen bedeutenden Personalienwechsel. Juho Sarvikas wird künftig als VP & President den amerikanischen Teil des Konzerns mit 41.000 Mitarbeitern lenken. Zuletzt hatte er vier Jahre bei HMD Global als Product Officer verbracht, davor mehr als zwei Jahre bei Microsoft Lumia-Smartphones verkauft und wiederum davor acht Jahre bei Nokia führende Positionen besetzt.

Man kann also mit Fug und Recht behaupten: der Mann hat Ahnung von Smartphones. Eine regelrechte Flut an Mobiltelefonen hat er im Laufe seiner Karriere auf die Kundschaft losgelassen. Umso wahrscheinlicher wird es plötzlich, dass Qualcomm aus den Gerüchten Wirklichkeit macht und nicht nur OEMs mit Referenzgeräten beglückt, sondern beim Endverbraucher mit Produkten ankommt.

Qualcomm arbeitet angeblich an Android-Switch

Tatsächlich stand erst vor Kurzem konkret im Raum, dass Qualcomm zwar nicht an einem Smartphone, sondern an einer Android-Spielekonsole im Format der Nintendo Switch arbeitet.

Dass Qualcomm nun plötzlich den Platzhirschen Marktanteile im Smartphonegeschäft strittig macht, sollte man nun nicht erwarten. Wohl aber, dass Qualcomm als Chiphersteller vielleicht noch ganz andere Kniffe kennt, wie man so ein Gerät zu bauen hat.

Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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2 Kommentare

  1. Qualcomm wird Muster Smartphones mit seinen Chips als Muster für seine Industrie Kunden entwickeln. Vielleicht will man seine Muster Smartphones auch Endkunden in gewissen Märkten anbieten. So wie Google das macht. Google bindet wohl Android mehr an sich. Vielleicht wird man deswegen aktiver.

    1. „Muster-Smartphones“ gibt es schon viele Jahre von Qualcomm hinter den Kulissen. Aber eventuell macht man daraus mehr und zukünftig für Privatkunden, das wäre durchaus möglich.

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