Im modernen Supermarkt kann ein Teil der nötigen Arbeitsschritte direkt der Kunde während des Einkaufs übernehmen. Scan & Go überzeugt im Alltag.

Schon seit einiger Zeit gibt es verschiedene Varianten, wie der Einkauf in Supermärkten mehr automatisiert werden kann. Da gibt es zum Beispiel unbemannte Kassen, an denen der Kunde selbst scannt. Amazon ist mit seinen Pilotprojekten schon einen Schritt weiter, hier scannt das Geschäft den kompletten Einkauf automatisch über Kameras und Waagen – der Kunde muss sich nur im Geschäft einloggen. Eine Zwischenlösung bieten bei uns die Globus-Märkte an. Sicherlich nicht auf dem technisch neuesten Stand, dafür aber ziemlich komfortabel für den Kunden.

Der Vorteil gegenüber dem Scan an der Kasse ist, dass man schon während des Einkaufs die Produkte selbst scannt. Sie lassen sich daher schon währenddessen in die eigenen Beutel und Körbe verstauen, für den späteren Transport nach Hause. Ich muss die Ware nicht wieder an der Kasse auspacken, weil zumindest das klassische Kassenband entfällt. Abgeschlossen wird der Einkauf zwar noch in einem neu geschaffenen Kassenbereich, allerdings übernimmt die Kasse hierfür einfach nur alle Daten des Handscanners.

Wie schon erwähnt, setzt man bei Globus auf gesonderte Handscanner, die an den Eingängen bereitstehen. Vorher besorgt man sich eine Kundenkarte, mit der sich der Scanner jederzeit „abholen“ lässt. Die Geräte laufen wohl noch mit Windows CE, tun aber ihren Job. Gibt es einen Makel, dann ist es die manchmal etwas behäbige Arbeitsgeschwindigkeit. Alle Artikel, die im Warenkorb landen, scannt ihr mit dem Handscanner ein. Genauso kann ein Artikel auch wieder entfernt werden. Zugleich habt ihr eine Übersicht darüber, was bereits gescannt ist und wie euer Kassenschnitt während des Einkaufs aussieht.

Selbst scannen, mobil bezahlen

Es gibt gelegentlich eine Überprüfung der Einkäufe, die wohl auf Zufall basiert. Im Kassenbereich von Scan & Go ist immer mindestens ein Mitarbeiter, der außerdem Einkäufe mit alkoholischen Getränken bestätigen muss. Manchmal will das System eine Überprüfung, dann scannt der Mitarbeiter fünf zufällige Artikel eures Einkaufs, ob ihr diese wirklich eingescannt habt. Das dürfte zumindest für eine gewisse Hemmschwelle sorgen, wirklich alle Artikel zu scannen und Diebstahl somit zu vermindern.

Ich persönlich bezahle dann noch kontaktlos per Smartphone, meine Globus-Kundenkarte habe ich ebenfalls auf dem Smartphone hinterlegt (Stocard). Auf meinem Telefon habe ich also Einkaufsliste (Bring!), Zahlungsmittel (Google Pay) und Kundenkarte. Kritisieren ließe sich an dieser Stelle, dass man nicht die Einkaufsliste mit dem Einkauf direkt synchronisieren kann. Es fehlt daher, dass eingescannte Produkte während des Einkaufs direkt von der Einkaufsliste gestrichen werden.

Penny setzt auf Scan & Go per Smartphone-App

Penny scheint das eigene Scan & Go-System jetzt in weiteren Märkten einzuführen. Anders als bei Globus, kommt für dieses System das Smartphone des Kunden zum Einsatz. Das grundlegende Prinzip ist aber dasselbe, wie ich es gerade für Globus beschrieben habe. Über 100 Märkte sollen Scan & Go jetzt anbieten, was über die Filialsuche herauszufinden ist. Aktuell gibt es zusätzlich 5 Prozent Rabatt auf eure Scan & Go Einkäufe.

Preis: Kostenlos

Denny Fischer

Gründer von SmartDroid.de, bloggt seit 2009 über die aktuellsten Technik-Trends. Schon immer an Technik interessiert, begann die Karriere mit eigenem Blog ab 2008 - nur ein Jahr später mit dem Fokus...

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