Ich bin seit mehreren Jahren mehr oder weniger glücklicher Spotify-Abonnent. Auch wenn ich durchaus der Meinung bin, dass bei der ganzen User Experience noch einige Luft nach oben ist, habe ich mich einfach daran gewöhnt, jederzeit auf eine nahezu unendliche Musikbibliothek zugreifen zu können. Das weiß ich vor allem zu schätzen, weil ich noch mit sorgsam gepflegten Ordnern voller MP3s auf der Festplatte aufgewachsen bin.

Von Anfang an gab es auch immer das Argument: Anstelle des Spotify-Abos könntest du dir für einen Zehner ein Album im Monat kaufen – und damit Musiker direkt unterstützen. Und sicherlich ist das aktuelle Konzept nicht perfekt, bei dem erfolgreiche Künstler noch mehr und weniger bekannte praktisch nichts verdienen.

Im Zuge dessen müssen wir uns auch fragen, was uns Musik eigentlich wert ist. Dabei haben wir nur wenig Einfluss darauf, stattdessen wird uns von Anbietern wie Spotify, Apple und Co. ein Angebot gemacht, das wir annehmen oder ablehnen können.

Apple Music wurde jetzt schon 10 Prozent teurer

Und da gehen die Preise nach oben, nicht nur im Musikbusiness. Auch beim Videostreaming mussten wir zuletzt vermelden, dass wir künftig tiefer in die Tasche greifen müssen. Kürzlich hat außerdem Apple angekündigt, dass die monatliche Mitgliedschaft für Apple Music von 10 auf 11 Euro steigen wird, das Familienabo kostet sogar 17 statt 15 Euro. Auch Apple TV+ kostet nun 7 statt 5 Euro.

Spotify hält seit jeher an seinen 10 Euro pro Monat fest. Manche hatten erwartet, dass die Schweden bei ihrem Earnings Call mit Rückblick auf das dritte Quartal ankündigen würden, dass man ebenfalls die Preise anziehen werde. Danach sieht es zumindest aktuell aber nicht aus. Spotify verzeichnet stetig gutes Wachstum sowohl bei zahlenden (rund 70 Millionen mehr im vergangenen Jahr) als auch bei kostenfreien Nutzern, die vor allem durch das boomende Podcast-Geschäft hinzukommen.

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Früher oder später ist aber auch hier zu erwarten, dass wir mehr zahlen müssen – oder dürfen. Nicht unwahrscheinlich war, dass Spotify mehr zu seinen Plänen einer „Platinum“-Mitgliedschaft für 20 Dollar im Monat macht, die unter anderem endlich Lossless-Qualität freischalten sollte. Dazu ist in der langen PDF-Datei aber nichts zu finden.

Gegenpol zu den diversen Preissteigerungen stellt aber der belebte Markt dar. Erst vor Kurzem wurde bekannt, dass TikToks Mutterkonzern ByteDance ebenfalls ins Geschäft mit Musikstreaming einsteigen und Spotify Konkurrenz machen könnte.

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