Steckt ihr noch klassisch den Schlüssel ins Schloss oder nutzt ihr Smartphone, Fingerabdruck oder gar Sprachbefehl dazu?

Ich wünsche niemandem, dass es wirklich nötig ist, doch mit smarten Consumer-Gadgets lässt sich das Zuhause so einfach und günstig wie nie aus der Ferne überwachen. Aber vielleicht nicht nur aus Angst vor einem Einbruch ist das sinnvoll, sondern auch für Haustierbesitzer oder Eltern von Kleinkindern.

Smarte Alarmanlagen gar nicht so selten

Der Bitkom-Verein hat mal wieder eine Umfrage durchgeführt. Dieses Mal geht es genau um diese Frage: Wer sichert seine eigenen vier Wände mit digitaler Hilfe ab – und wenn ja, wie? Die Umfrage kam zu dem Ergebnis, dass gut ein Viertel der Befragten dafür sogar eine Smartphone-App nutzt. 17 Prozent würden bereits eine Alarmanlage im Einsatz haben, die sich per Smartphone-App steuern lässt, 14 Prozent habe eine Video-Überwachung mit zugehöriger Smartphone-App.

Nur eine verschwindend geringe Minderheit von 3 Prozent nutzt auch intelligente Türschlösser, sogenannte Smart Locks (z.B. Nuki). Smart Locks können weiterhin regulär mit dem Schlüssel aufgesperrt werden, reagieren aber auch auf Signale vom Smartphone, Sprachbefehle oder sogar Eingaben per Fingerabdruck.

Smart Lock: Freunde, Handwerker und Rettungskräfte hereinlassen

In den Augen von Bitkom werden Türschlösser in Zukunft eine deutlich größere Rolle einnehmen als bislang. Fast ein Fünftel der Befragten zeigte sich dem Thema generell aufgeschlossen und würde Smart Locks künftig nutzen, zum Beispiel um Freunde und Familie, Handwerksbetrieben oder Hausmeistern oder auch Rettungskräften und Polizei aus der Ferne Zutritt zur Wohnung zu gewähren. Weniger würden es für Post und Paketdienste oder Essenslieferdienste nutzen.

Nuki im Test: Mein Smart Home öffnet mir jetzt auch die Tür

Wer kein Smart Lock haben will, hat ganz konkrete Ängste: Zwei Drittel fürchten das unbefugte Eindringen von Hackern. Jede zweite befragte Person sagt aber auch einfach, dass ihr der normale Schlüssel reicht.

Dabei kann das Smartphone nicht nur an der Tür unterstützen, doch auch andere Lösungen sind nicht weit verbreitet. Lediglich 4 Prozent würden smarte Rauchmelder mit App-Funktion nutzen, 0,4 Prozent smarte Wassersensoren, die bei einem Wasserschaden Alarm schlagen können.

„Sicherheitstechnik, die sich per Smartphone steuern lässt, hat einen großen Vorteil: Auch im Urlaub oder abends im Restaurant erfahren Nutzerinnen und Nutzer unmittelbar, wenn in ihrem Zuhause eingebrochen oder der entsprechende Versuch unternommen wird – und können sofort reagieren. Solche Tools sind oft schlank und vergleichsweise kostengünstig – und nicht nur für Eigentümerinnen und Eigentümer, sondern auch für Menschen in Mietwohnungen interessant“, sagt Dr. Sebastian Klöß, Bereichsleiter Consumer Technology beim Bitkom.

Die meisten mögen es weiter traditionell

Traditionelle Sicherheitstechnik ist längst nicht ausgestorben: 91 Prozent haben gewöhnliche Rauchmelder installiert (sollten sie wohl auch besser), mehr als ein Drittel benutze eine Zeitschaltuhr für Licht oder Rollläden, um dadurch beispielsweise im Urlaub die Anwesenheit vorzutäuschen. Immerhin 28 Prozent hat angeblich eine herkömmliche Alarmanlage (zumindest für Teile der Wohnung) und schließlich 13 Prozent sogar eine klassische Videoüberwachung ohne App-Steuerung.

Wie sieht es bei euch aus: Was für smarte Überwachungstechnik habt ihr im Einsatz oder mögt ihr es lieber klassisch? 

Jonathan Kemper

Freier Technikjournalist, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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1 Kommentar

  1. Da die meisten in einer Mietwohnung leben, sind dem Einsatz von smarten Lösungen enge Grenzen gesetzt:
    Mal eben das Türschloss smart machen, geht nur an der eigenen Wohnungstür.
    Smarte Rauchmelder kosten nur zusätzliches Geld, und sind sehr fehleranfällig……..
    Die bei uns verbauten Rauchmelder sind für die mit der Wartung beauftragte Firma remote wartbar. Nach nur 2 Jahren sind jetzt alle Rauchmelder 1x ausgetauscht, weil die Software Amok läuft…… obwohl die eigentlich eine Lebensdauer von 10 Jahren haben sollen.

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