Smartphone-Verkäufe gehen so stark zurück wie nie zuvor

Mann Mit Smartphone Gelb Marwan Ahmed Cpqfge1ucq4 Unsplash

Bild: Marwan Ahmed/Unsplash

Natürlich will ich jetzt nicht das „Ende des Smartphone-Hypes“ herbeifabulieren, aber diese Zahlen lassen uns definitiv aufhorchen.

Dem „Worldwide Quarterly Mobile Phone Tracker“ des Analyseunternehmens IDC zufolge sind die Smartphone-Lieferungen global im vierten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahr um satte 18,3 Prozent zurückgegangen. Das rechnet sich konkret auf gut 300 Millionen Geräte um.

Dies sei der stärkste Rückgang in einem einzigen Quartal jemals und habe seinen Teil zu einem dicken Minus von insgesamt 11,3 Prozent über das gansze Jahr beigetragen.

Geschrumpfte Nachfrage und Inflation

2022 seien insgesamt 1,21 Milliarden Smartphones verkauft worden, was die niedrigste Zahl seit 2013 sei. Die IDC bringt dieses Ergebnis mit der „deutlich gedämpften Verbrauchernachfrage, der Inflation und den wirtschaftlichen Unsicherheiten“ in Zusammenhang. „Dieser harte Jahresausklang bringt den für 2023 erwarteten Aufschwung von 2,8 % ernsthaft in Gefahr und birgt ein hohes Abwärtsrisiko für die Prognose.“

IDC-Smartphone-Shipments-2022-YOY

Vivo, Xiaomi und Oppo haben 20 Prozent weniger Smartphones verkauft

Werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Unternehmen, gibt es eigentlich keinen Gewinner. Manche haben mehr, manche weniger verloren. Am härtesten hat es offenbar chinesische Hersteller wie Xiaomi, Oppo und Vivo getroffen, die ein Minus von knapp 20 Prozent oder sogar darüber hinaus verkraften mussten.

In etwa gleichauf sind hingegen Samsung und Apple, die der Statistik zufolge 4 Prozent weniger verkaufte Smartphones im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen.

Smartphone-Markt: Xiaomi erneut auf der Verliererstraße

Folge jetzt unserem neuen WhatsApp-Kanal, dem News-Feed bei Google News und rede mit uns im Smartdroid Chat bei Telegram. Mit * markierte Links sind provisionierte Affiliate-Links.

6 Kommentare zu „Smartphone-Verkäufe gehen so stark zurück wie nie zuvor“

  1. Reinhard Schäfer

    Samsung ist Marktführer bei Android, seit die US-Regierung Huawei vom globalen Markt verdrängt hat. Apples Ergebnis resultiert vor allem darauf, dass im Herbst die neuen iPhones herauskommen, deshalb ist es für die Firma das stärkste Quartal. Xiaomi hat mit der 11er und 12er Reihe die Märkte außerhalb Chinas nicht mehr gut mit den Topp-Produkten bedient und leidet auch unter Samsungs Updateversprechen, führt aber selbst so etwas nich ein, um wieder mehr Boden gutzumachen. Jetzt will Xiaomi auch noch die Preise für die 13er Reihe drastisch erhöhen, zum Unzeitpunkt schießen sie sich ins eigene Bein. Qualität, Kameras, Software sprechen eigentlich für Xiaomi, aber handwerkliche Fehler und noch zu geringer globaler Support, insbesondere Reparaturen, machen das wieder zunichte.
    Oppo wird sich nicht weiter nach oben bewegen, denn die Geräte sind nichts Besonders, gut, aber nirgends richtig topp. Meine Erfahrung ist, dass selbst hochpreisige Geräte außerhalb Asiens nicht gut und lange mit Updates versorgt werden. Vivo könnte sich noch am Eheseten entwickeln, da dort auch mit sehr guter Hardware gearbeitet wird und das Styling stimmt. Warten wir es ab.

  2. Immer schneller, immer leistungsfähiger, immer „bessere“ Kamera-Setups… Dieses „System“ hat sich überlebt.

    Smartphones der letzten – sagen wir mal – drei bis vier Jahre haben solche Leistungsebenen und leider auch Preisregionen erreicht, dass viele User eben nicht mehr nach ein oder zwei Jahren zum Nachfolger bzw. zur Konkurrenz wechseln. Wieso auch? Wenn nicht gerade der Akku schlapp macht, dann ist ein modernes Mittel- oder gar Oberklasse-Smartphone auch nach drei oder vier Jahren immer noch ein gutes, im Alltag brauchbares Gerät.

    Hinzu kommt, dass in heutiger Zeit mehr Geld für andere, oft wesentlich (lebens)wichtigere Dinge aufgebracht werden muss. Da kann der Luxus von ein paar Megapixeln mehr oder tollen Benchmarks, die sich im Alltag eh nicht bemerkbar machen, auch mal hintenan gestellt werden.

    1. Finde es auch gar nicht notwendig, immer den Kunden anzusprechen, der erst im Vorjahr ein neues Gerät gekauft hat. Die potenzielle Käuferschaft ist ja wesentlich größer, die ein viel älteres Gerät besitzt oder bislang bei anderen Hersteller gekauft hat.

    2. In den letzten Zwei Jahren habe ich auch kein Gerät gekauft.
      Mit dem Samsung S23 Ultra gibt es aber dank sinnvollerer Kameratechnik einen sehr grossen Quatitätssprung bei der Hauptkamera. Pixel und das Ei-Föhn müssen und werden nachziehen.

  3. Tim Apple hat gerade gesagt, sie hätten deutlich mehr verkauft als im Vorjahr, wenn nicht die Lieferprobleme in CN aufgrund der dort miesen Corona-Politik gewesen wären.

    *Das* glaube ich ihm ausnahmsweise mal, auch wenn ich nicht nachvollziehen kann warum man vom COV- in den IOS Knast wechseln wollen würde.

Kommentar verfassen

Bleibt bitte nett zueinander!