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AR & VR

Smartphone-VR ist kein Thema mehr: Google stellt sein Daydream-Programm ein

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Vor wenigen Jahren startete Google mit Daydream eine erste richtig große Virtual Reality-Plattform für Smartphones, doch der Tagtraum ist nach wenigen Jahren bereits wieder ausgeträumt. Google stellt jetzt sein komplettes Daydream-Programm ein, verkündete der Konzern auf seinem Hardware-Event. Es gibt keine neuen Zertifikate für Android-Smartphones mehr, das eigene Daydream-Headset View wird nicht mehr gebaut und verkauft, schon die neuen Pixel-Smartphones unterstützen Daydream nicht mehr.

Gründe gibt es verschiedene, doch in erster Linie liegt das Ende von Daydream am fehlenden Interesse. Kunden und Entwickler haben sich auf das VR-Thema nicht sonderlich gestürzt, grundsätzlich ist die virtuelle Realität in den letzten zwei Jahren aus dem Alltag mehr und mehr verschwunden. Eine Brille aufzusetzen, die man nicht einfach mal so dabei hat, außerdem nicht die Nutzung aller gewohnten Apps ermöglicht, kommt bei den Leuten nicht gut an.

„Wir haben viel Potenzial in der Smartphone-VR gesehen – die Möglichkeit, das Smartphone, das Sie überall mit sich herumtragen, zu nutzen, um ein umfassendes Erlebnis für unterwegs zu ermöglichen. Im Laufe der Zeit stellten wir jedoch einige klare Einschränkungen fest, die die Smartphone-VR daran hinderten, eine tragfähige langfristige Lösung zu sein. Insbesondere die Aufforderung, das Telefon in ein Headset zu stecken und den Zugriff auf die Apps zu verlieren, die sie den ganzen Tag über verwenden, verursacht immense Missstimmung.“

Augmented Reality passt besser in den Alltag

Ganz ohne Zubehör lässt sich AR nutzen, in das Google zuletzt auch deutlich mehr investierte. Ob Google Lens oder Google Maps, dort lässt sich die erweiterte Realität besser verpacken und im Alltag sinnvoller einsetzen.

„Wir investieren viel in hilfreiche AR-Erlebnisse wie Google Lens, AR Walking Navigation in Maps und AR in Search, bei denen mithilfe der Smartphone-Kamera eine Brücke zwischen der digitalen und der physischen Welt geschlagen wird und die Menschen dabei unterstützen, mehr aus dem zu machen, was sie in der Welt sehen und lernen Sie.“ (Venturebeat)

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