Ein unbekannter Mitarbeiter von Sony hat den Hersteller attraktiver Android-Smartphones zwischenzeitlich tief ins Auge eines kleinen Shitstorms gezogen. Kurz darauf folgte ein offizielles Statement, das die Wogen zumindest ein Stück weit glätten konnte. Dennoch enttäuscht der japanische Gadget-Hersteller mit einer längst nicht mehr zeitgemäßen Update-Politik. Gegenüber GSMArena soll Sony in einem Statement bestätigt haben, dass es nicht bei einem einzigen Android-Update für das neue Flaggschiff bleibt.

Aber vermutlich habt ihr es schon geahnt. Sony will für das Xperia 1 III lediglich für zwei Jahre ab Marktstart neue Android-Versionen garantieren. Das bedeutet dann auch wenigstens zwei neue Android-Generationen. Aus aktueller Sicht könnten das aber nur Android 12 (Herbst 2021) und Android 13 (Herbst 2022) sein, weil die Garantie des Xperia 1 III womöglich ganz knapp vor dem Launch von Android 14 (Herbst 2023) ausläuft. Eine große Enttäuschung, besonders bei einem Preispunkt von 1200 Euro.

Sony müsst eigentlich gar nicht viel verändern, um fast perfekte Android-Geräte zu liefern

Nachdem man also schon vier Monate auf die Verfügbarkeit des neuen Smartphones gewartet hat, muss man dann noch immer sehr viel Geld hinblättern. Als wäre das nicht genug, erscheint kurz nach dem Gerät bereits eine neuere Android-Version. Auf diese muss man dann wieder mehrere Monate warten und kann sich in Zukunft auf nur noch ein weiteres Update freuen. Wir finden diese Strategie sehr misslungen. Sie ist dem Gerät und dem Preis nicht gerecht.

Sony hält an Dingen fest, die andere Hersteller wie Samsung längst viel besser umsetzen. Mir ist es deshalb schleierhaft, wie ein so erfahrenes Unternehmen weiterhin derart krasse Fehler machen kann. Das wird dem Premium-Charakter nicht gerecht. Oder seht ihr das anders?

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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1 Kommentar

  1. Zynisch betrachtet setzt Sony in Sachen Software-Aktualisierung seiner Smartphones lediglich eine liebgewonnene Tradition fort. Inwieweit dies einem renommierten Hersteller wiederholt passieren kann? Nun, man schaue auf ähnlich gutes Marketing in der Vergangenheit seitens LG. Vielleicht möchten die Japaner sich da eine Scheibe von Südkorea abschneiden? Mittlerweile weiß man ja, wie die Smartphone-Geschichte LGs endete.

    Unabhängig davon hege ich Zweifel daran, dass sich die Klientel von 1200 Euro-Smartphones einen wirklichen Kopf um die Update-Politik macht, weil ohnehin der Nachfolger direkt nach Launch erworben wird. Was bedeutet: Nach rund einem Jahr (auch hier hat Sony mit der verspäteten Marktverfügbarkeit seine ganz eigene Tradition) wird das Gerät ausgetauscht. Die Verfügbarkeit von Updates wird damit obsolet und ist maximal ein Problem des Nachfolgebesitzers. Das macht die Konzernpolitik freilich kein Stück besser, aber vermutlich erfährt Sony viel zu wenig Druck seitens der Konsumenten, um hier einen Anlass zur Nachbesserung zu sehen.

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