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Sony Xperia XZ: Kurzer Test nach ein paar Tagen

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Xperia X, Xperia XA, Xperia XA Ultra, Xperia X Performance, Xperia E5 und Xperia X Compact wurden dieses Jahr von Sony Mobile Communications veröffentlicht und in den Handel gebracht. Mehrheitlich Einsteiger- und Mittelklasse-Telefone. Etwas konfus war die Vorstellung vom Xperia X, denn technisch war es unter dem eigentlichen Vorgänger, dem Z5, und das Unternehmen sagte offiziell die Z-Reihe wurde eingestellt. Zudem würde es das bessere X Performance nicht bei uns in der DACH Region im Handel haben. Danach kam es dann noch…

Vor der IFA kristallisierten sich schon eindeutige Leaks zu einer Neuauflage des Xperia X heraus. Das Xperia XZ war geboren. Endlich mal wieder Highend von Sony und diesmal trennte man sich vom OmniBalance Design und tendierte zu einer neuen Designlinie, welche die Japaner ‘’Loop Design’’ nennen. Dies bezeichnet den nahtlosen Übergang der verschiedenen Materialien ineinander und soll das eckige sowie zugleich runde Design speziell wirken lassen. Ich kann bestätigen, dass es sich angenehmer halten lässt. Bei niedriger Temperatur wird die Rückseite aber rutschig, aufgrund des Metalls.

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Display

Das Panel ist ein hochwertiges IPS LC Display mit Dual Domain. Technologie? Etwas Hauseigenes von Sony, nennt sich TRILUMINOS und sorgt für satte Farben – welche erstaunlich nahe dem AMOLED Spektrum kommen. Technisch steht dies für eine Technologie vom Unternehmen QD Vision und durch sehr starkes Rot und Grün, welche von blauen Leisten durch das Backlight angesteuert werden, wodurch auch ein sehr reines Weiß entsteht. Mir gefällt das Display extrem, es ist äusserst nahe am Glas laminiert, was sich von anderen Flaggschiffen abhebt. Die Displaydiagonale misst 5.2 Zoll und jene löst mit 1920×1080 Pixeln auf. Absolut okay, wenn ihr mich fragt. Schriften, Videos und Bilder sehen scharf aus. Dank Dual Domain und dem verbesserten Laminierungsprozess ist es auch von der Seite sehr gut ablesbar und verliert keine Helligkeit oder verfälscht die Farben (bis ungefähr 180 Grad). Es sieht wie ein Sticker aus.

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Akku

Mit 2900mAh ist die Batterie nicht all zu sehr überdimensioniert, aber in Sachen Akku hat sich Sony bei der Z-Reihe eigentlich immer von der positiven Seite gezeigt – auch wenn die Nennladung stetig von Generation zu Generation gesunken ist. Der STAMINA Modus ist üblicherweise dabei und sorgt für ein paar Stunden mehr Nutzungszeit. Dieser kann zwischen zwei Modi eingestellt werden, so werden gleich mehrere Dienste heruntergeschraubt. Der Ultra STAMINA Modus minimiert das Smartphone im Prinzip zu einem Dumbphone. Nur noch telefonieren und so. Aufladen lässt sich der Akku relativ schnell, da das Xperia XZ Quick Charge 3.0 unterstützt. Mitgeliefert wird leider nur der veraltete Charger mit 1.5 A. Man kommt mit einer Ladung durch den Tag, die SOT liegt je nach Nutzung bei mindesten 4 Stunden.

Spezifikationen

Der Quad-Core (Snapdragon 820) mit 2x 2.15 GHz Kryo / 2x 1.6 GHz Kryo Kernen sorgt für ordentlich Dampf. An Bord gibt es des Weiteren 3 GB LPDDR4 RAM und den Grafikchip Adreno 530 mit 624 MHz. 32 GB interner Speicher gibts ab Werk mit der Möglichkeit diesen mittels microSD zu erweitern. Stereo Lautsprecher auf der Vorderseite sorgen für ein gutes Hörerlebnis. Der Bums fehlt aber. Sony-typisch ist auch dieses Handset nach dem Zertifikat IP68 Wasser- (bis zu 30 Minuten und max. 1.5 Metern) und Staubresistent.

Kamera

Ich lasse ausnahmsweise lediglich die Fotos (auf 3000px verkleinert) sprechen, macht euch einen Eindruck:

Okay, ganz ohne Kommentar lasse ich das nicht auf mir sitzen. Auf dem Display sehen alle getätigten Aufnahmen sensationell aus, als ob es quasi gar keine Ausschussware gibt. Das liegt eben an der automatischen digitalen Nachbearbeitung von Sony. Kurz: Bis das geschossene Foto ersichtlich ist, dauert es knapp 1.5 Sekunden, da krasse Kompression/Nachbearbeitung. In das Foto reingezoomt am Smartphone oder auch PC ist die ‘’Reinheit’’ nicht 100%. Denn es gibt immer wieder mal Artefakte oder keine kontinuierliche Schärfe bei einfachen Aufnahmen. Nervt.

In schwachen Lichtbedingungen ist die 23 MP Kamera eigentlich mit vorne dabei, aber Sony schafft es nicht, die Software auf ein höheres Level abzustimmen. Videoaufnahmen können natürlich in 4K aufgenommen werden. Des Weiteren glänzt die Kamera mit einem Fünf-Achsen-Bildstabilisator, der auf den ersten Blick gute Dienste leistet. Ich muss mir diesen noch genauer anschauen, wie er sich beim Laufen oder Fahrradfahren verhält.

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Akustik

Das Telefonieren ist super, die Qualität ist gleichauf mit dem kürzlich getesteten Moto Z, welches eine durchaus gute Gesprächsqualität bietet. Für mein Empfinden, neben dem Huawei P9 eines der Besten überhaupt.

Lautsprecher? Zwei. Vorne. Vergleichbar mit HTC? Nein. Es ist halt nun mal (leider) so, jeder Hersteller, der nun anfängt oder weiterhin pflegt die Lautsprecher auf der Front zu verbauen, muss sich den etablierten Geräten One M9 oder HTC 10 stellen. Im direkten Vergleich fehlt der Bums – also Bass – deutlich. Tiefen sind gar nicht vorhanden. Mitten und Höhen eben umso mehr. YouTube und Co. lassen sich damit aber ganz gut schauen und hören. Musik, ist zwar nice, weil es zwei Lautsprecher sind und nach vorne ausgerichtet, aber einen Wow-Effekt gibt es nicht.

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Womit das XZ aber punkten kann, ist die Ausgabe via Kopfhörer. Nicht mit den mitgelieferten Kopfhörern, sondern über den intern verwendeten Codec und der intelligenten Software. Es lässt sich alles beliebig einstellen, ein Equalizer ist Sony typisch dabei, mit ClearAudio+ überlässt man dem System die Optimierung der Soundeinstellungen. Zudem gibt es noch DSEE HX, welches für Hi-Res Audio steht. Dies gilt nur für Kopfhörern mit Kabel. Jo, die 3.5mm Klinkenbuchse gibt es selbstverständlich beim Sony Xperia XZ.

Preis & Empfehlung

Mit einem Preis von CHF 720.- beziehungsweise 699 Euro spielt es in der oberen Liga mit. Ob es die Stange Geld wert ist? Tl;dr: Die Performance vom Gerät ist 1A, die Kamera kann Gutes leisten, der Akku ist vergleichbar mit dem des Huawei P9 oder HTC 10, denn über den Tag bin ich gut durchgekommen mit einer Screen-on-time von mindestens 4 Stunden. Die Theme Engine ist zwar weiterhin von Sony vorhanden, doch, nicht all zu erweiterbar wie bei Samsung oder HTC. Ganz cool finde ich aber, dass im PlayStore die NavBars aufzufinden sind, um z.B. den Nougat-Look der Pixel-Smartphones hinzukriegen.

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Das Display ist gorgeous und der Fingerabdrucksensor sehr schnell. Die andere Frage ist, ob man bereit ist so viel Geld für ein Smartphone auszugeben, wenn es aktuell gut und ebenfalls neue Gerätschaften für deutlich weniger gibt. Beispiele: Huawei nova oder Honor 8.

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Extra: Wir hatten das Xperia XZ nochmals im Test, diesmal gibt es die Meinung von Denny.

4 Kommentare
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4 Comments

  1. h.k

    21. Oktober 2016 at 08:28

    „gorgeous“

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      21. Oktober 2016 at 08:31

      das ist hier voll international ;)

    • h.k

      21. Oktober 2016 at 08:42

      bei sowas stell ich mir immer vor wie es meine Oma aussprechen würde und man muss schmunzeln, klar können und verstehen viele Englisch aber die seite finden ja auch viele über Google – daher nur so nebenbei :)

    • Daki

      28. Oktober 2016 at 02:06

      :D

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