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Stadia: Googles Spiele-Streaming schneidet in ersten Testläufen „beeindruckend“ ab

Denny Fischer

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am

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Google hatte vor wenigen Tagen erstmals mehr Details dazu verraten, wann Stadia verfügbar ist und was der Dienst eigentlich kosten soll. Noch immer ist es für die meisten Leute aber ein Geheimnis, wie gut der Spiele-Streaming-Dienst im Alltag funktionieren kann. Jedenfalls wirkt das System durchdacht, ein Chrome-Browser reicht aus und der Stadia-Controller optimiert die Latenz aufgrund direkter WLAN-Verbindung mit der Cloud.

Nur was sagen die wenigen Leute, die Stadia bereits anzocken konnten? Man hört jedenfalls positives Feedback, während der Gaming-Messe E3 konnte das neue Doom über Stadia kurz ausprobiert werden. Gezockt wurde am Pixelbook, das über Ethernet mit dem Internet verbunden war und darüber die Stadia-Server der Google-Cloud erreichte.

Für mich war die Erfahrung ziemlich beeindruckend. Ich konnte keine nennenswerten Eingangsverzögerungen feststellen und es waren keine Bildschirmeffekte erkennbar, die darauf hindeuten, dass die Bilder von einem Cloud-Server zum Pixelbook und dann vom Pixelbook zum Samsung-Fernseher gestreamt wurden. (TheVerge)

In mehr als dreißig Minuten Doom Eternal hätte ich kaum Unterschiede zwischen der Stadia-Version und einer Version finden können, die auf einem lokalen PC ausgeführt wird. Die 60-fps-Animation stotterte während der gesamten Demo nicht merklich und die scheinbare Auflösung sank auch nicht unter 1080p. Es gab keine Anzeichen von Videokomprimierungsartefakten oder Farbverläufen, die Sie in einem YouTube-Video mit niedriger Auflösung sehen könnten. (ArsTechnica)

Zwei- oder dreimal in dieser Zeit gab es leichte Schluckaufe, bei denen ich auf Verzögerungen gestoßen bin, aber ansonsten war es glattes Segeln. War es so genau wie auf einem PC zu spielen? Nicht genau, aber es fühlte sich verdammt nah an, als würde man auf der Konsole spielen. (TomsHardware)

Stadia fühlt sich ziemlich gut an, doch Bugs müssen noch beseitigt werden

Google hat aber noch mit Bugs zu kämpfen, hin und wieder sind Streams während der Demo-Sessions hängengeblieben oder komplett abgestürzt. Solche Probleme müssen bis zum Marktstart natürlich behoben sein, sonst ist das Erlebnis der Spieler sehr frustrierend. Grundsätzlich fühlt sich Stadia allerdings gut an, sagen zumindest die Kollegen.

Offene Fragen gibt es aber noch einige. Wie gut wird Stadia aus Deutschland heraus funktionieren und wie niedrig ist dann die Latenz, vor allen Dingen bei Multiplayer-Games? Nicht jeder hat das ideale Netzwerk-Setup, wie Google auf der eigens organisierten Demo aufbaute, auch das könnte zu „Real World Problems“ führen.

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