• Die Zoomkamera in teuren Smartphones ist zu viel.
  • Stattdessen reicht mir oft die Softwarelösung.
  • Google macht hier vieles richtig.

Google hatte vor einigen Jahren den Super Res Zoom eingeführt und damit eine erweiterte Softwarelösung für digitalen Zoom. Die Software schafft es, digitalen Zoom besser denn je aussehen zu lassen und für kleinere Zoomstufen zusätzliche Hardware quasi überflüssig zu machen. Jetzt gibt es ein echtes Zoom-Smartphone von Google, was meine Haltung gegenüber Super Res Zoom nur noch mehr stärkt.

Ich merke nämlich, dass der durch Hardware gestützte Zoom für mich derart selten eine Rolle spielt, dass mir der digitale Zoom ausreicht. Beim Pixel 6 Pro greift das integrierte Periskop nämlich erst ab einem 4-fachen Zoom. Und auch nur, wenn die Entfernung zum Objekt groß genug ist. Es kommt letztlich im Alltag äußerst selten vor, dass ich diese Zoomstufe verwende.

Periskop: Immer etwas zu viel

Im Alltag zoome ich in der Regel nur 2-fach, vielleicht ein wenig mehr. Was aber bei beiden Pixel 6-Smartphones und den meisten Vorgängern komplett digital geschieht. Und so ist das Pixel 6 Pro nicht das erste Smartphone, das über ein Periskop für den Zoom verfügt, welches aufgrund der hohen Zoomstufen so gut wie nie zum Einsatz kommt. Ähnlich ging es mir schon vor zwei Jahren mit dem Huawei P30 Pro.

Periskop? Overkill!

Für mich ist Googles Super Res Zoom nicht nur eine praktische Sache, sondern im Alltag essenziell. Eine Zoomoptik würde in meinen Augen nur dann Sinn machen, wenn die Stufen für optischen Zoom niedriger als 4-fach liegen. Die heute oftmals verkaufte Periskop-Technik ist in meinen Augen fast immer zu viel. Umso freudiger stimmt mich der Super Res Zoom, um akzeptablen digitalen Zoom verwenden zu können.

Selbst der 4-fach Zoom sieht dank Googles Software noch brauchbar aus

Ein paar Beispiele für den 4-fach Zoom aus dem Pixel 6 (nur digital) gegen das Periskop aus dem Pixel 6 Pro. Dabei fällt natürlich auf, dass der optische Zoom viel besser ist. Und dennoch reicht mir die digitale Variante aus, weil sie in niedrigeren Zoomstufen die fehlende Hardware umso besser kompensiert.

Wirklich entscheidend wird es dann, wenn es um die Details geht. Beim Motiv hier besonders gut an den Verkehrsschildern zu erkennen:

Aber ansonsten finde ich die Totale selbst beim 4-fachen Digitalzoom meistens ziemlich okay und das sogar im direkten Vergleich. Betrachtet man Fotos auf kleinen Displays, wie etwa dem Smartphone, sind die Unterschiede ohnehin nur schwer zu erkennen.

Wie geht es euch, braucht ihr eine echte Zoomkamera im Smartphone oder sogar ein Periskop?

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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6 Kommentare

  1. Unterschreibe ich direkt. Im letzten Urlaub in den Bergen ist es mir auch aufgefallen. In den selten Fällen, wo ich einen Zoom benutzt hatte, ging dieser bis max 2fach. Das war dann auch der Grund, warum es bei mir das Pixel 6 und nicht das Pro wurde.

  2. Habe bewusst dass p6 meiner Frau abgegeben und mir ein p6p geholt. Vierfach optisch finde ich perfekt – bis dahin reicht nämlich tatsächlich der digitale zoom, ab 4 Fach wird er bröselig, daher ist es m. E. Die perfekte Ergänzung. Klar, es hängt wie immer vom Einsatzgebiet ab, aber ich nutze den zoom häufiger und habe lange Jahre hochwertige Teleobjektive an meiner slr genutzt. Gerade um z. B. Meine Kids zu fotografieren – und zwar beim Spielen, sodass sie NICHT in die Kamera schauen und klassische Portraits entstehen bin ich mit der Entscheidung unverändert sehr zufrieden.. Aber wie gesagt.. Jeder nach seinem Geschmack und Einsatzzweck – ich glaube aber sehr wohl, dass der optische zoom beim p6p für eine gewisse Zielgruppe seine Existenzberechtigung hat

  3. Wenn man Ausdrücke oder Fotobücher erstellt sieht mann schnell den Unterschied. Digitalzoom ist eine Krücke.
    Wie Sie sagen auf kleinen Bildschirmen akzeptabel.

  4. Ich bin überzeugter Pixel-Nutzer, aber ich bin auch Hobby-Fotograf (mit MicroFourThirds).
    Letztendlich sind Smartphone-Bilder maximal ganz nett. Der schnelle Schnappschuss für kleine Darstellung. Ernsthafte Ambitionen für große Darstellung gelingt weder mit oder ohne Zoomlinse. Ja, Glas und Sensorgröße sind nunmal durch nichts zu ersetzen.
    Ich habe mich bewusst für das kleine Pixel 6 entschieden. Auch ein vierfach Zoom ist nur süß gegen 800mm KB Brennweite. Aber es kommt halt immer auf den Einsatzzweck und die Erwartungen an.

  5. Ich habe mich für das kleine Pixel 6 entschieden, muss aber sagen, dass ich schon gerne den 4 optischen Zoom hätte. Das ich beim S21ULTRA regelmäßig benutzt. Habe schon überlegt auf das Pro umzusteigen aber es ist mir doch etwas zu groß. Den Unterschied vom S21ULTRA zum Pixel 6 merke ich auf Jedefall deutlich.

  6. Optischer Zoom ist durch nichts zu ersetzen als durch noch mehr optischen Zoom.
    Hatte vor dem 6pro das Huawei p40pro+ mit 10x optischem Zoom, das war schon eine Hausmarke.
    Auch oft genutzt.
    Aber wegen der Google Problematik halt ein verflucht teurer Türstopper….
    Mit dem 6pro nutze ich den Zoom, egal ob optisch oder digital, eher selten..
    Dafür werden die Nahaufnahmen wesentlich besser als beim Huawei, welches enormen Ausschuss hatte wegen Problemen mit dem richtigen Fokus.

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