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Android

Telekom nennt Gründe für verzögerte Firmware-Updates

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

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Eine aktuelle Android-Version wird auch immer mehr für „normale Nutzer“ interessant, nicht mehr ausschließlich für Geeks, weshalb sich jetzt die Telekom zur Dauer der Anpassung eines Firmware-Updates äußerte. Denn in der Regel bekommen Geräte mit Provider-Branding ihr Update noch später als Geräte ohne Branding, die daher auch ohne Anpassungen durch die Provider auskommen. Das kann mal länger dauern und mal weniger lang, meist darf man aber ein paar Wochen hinzurechnen, was durchaus stören kann, wenn man im Besitz eines Gerätes mit Branding ist.

Die Zeiten, in denen Nutzer gar nicht wussten welches Betriebssystem sowie welche Version sie überhaupt nutzen, sind langsam aber sicher vorbei. Doch Provider und Hersteller hängen hinterher, nur selten wird gut informiert geschweige denn aktuelle Android-Firmware zeitnah und zufriedenstellend ausgeliefert. Jetzt versucht zumindest die Telekom zu erklären, warum neue Android-Versionen als Firmware-Update so viel später nach der Präsentation kommen.

Ein tagaktuelles Beispiel ist das HTC One S C2, das jetzt nach einem dreiviertel Jahr sein Update auf Android Jelly Bean bekommt, allerdings noch nicht mal die Geräte mit Branding.

Hauptgrund für die Verzögerung und die unterschiedlichen Freigabetermine ist das Zusammenspiel von Herausgebern der Software, Geräteherstellern und den jeweiligen Providern. Zusätzlich spielen auch die unregelmäßigen Zyklen eine Rolle, in denen die betreffende Software aktualisiert wird und die vom jeweiligen Betriebssystem sowie Geräte-Hersteller abhängig sind. Eine effektive Planung der verfügbaren Kapazitäten ist so für alle Beteiligten nur schwer umzusetzen.

Hat der Hersteller ein Update auf dem Markt frei gegeben, so wird das Update den Netz-Providern angeboten und bei Annahme wird das Paket für den jeweiligen Provider produziert. Die Produktion des Paketes für die jeweiligen Hersteller erfordert bei weltweit etwa 1000 Providern einen nicht unerheblichen Aufwand, da zum Beispiel providerabhängige Einstellungen wie z.B. die Konfiguration für Multimedianachrichten (MMS) oder Zugangspunkt-Listen (APN) angepasst werden müssen.

Nach Fertigstellung des Provider Paketes kommen wir ins Spiel und nehmen unsere spezifischen Einstellungen ganz genau unter die Lupe. Bei kleineren Updates handelt es sich um cirka 500 Einzeltests, die bei größeren Softwaresprüngen aber schnell auf mehrere Tausend anwachsen können. So stellen wir sicher, dass Sie Ihr Smartphone ohne softwareseitige Einschränkungen in vollem Umfang nutzen können. Damit wir dies auch wirklich gewährleisten können, prüfen wir eine neue Software-Version noch mal für jedes Modell gesondert und unter Umständen weitere vertragsspezifische Einstellungen.

Treten im Test an einer Stelle Fehler auf, muss der Gerätehersteller nachbessern und die Tests beginnen von vorne. Sofern der Herausgeber der Software und der Gerätehersteller identisch sind, geht es häufig etwas schneller. Diese Updates werden danach noch mal durch uns getestet, um sicherzustellen, dass wir unseren Kunden nur fehlerfreie Software-Versionen anbieten. Verlaufen sämtliche Tests erfolgreich, wird die Software vom Hersteller noch mal final getestet. Wenn auch dieser Test erfolgreich ist, wird die Software auf dem Server des Herstellers zur Verfügung gestellt und kann über die jeweilige Software des Herstellers (Kies, PC Companion, Nokia Suite etc.) oder über die Luftschnittstelle heruntergeladen werden. Des Weiteren wird die Software schrittweise an die Geräte verteilt. Schrittweise deshalb, weil es aus technischen Gründen nicht möglich ist, die Software an alle unsere Kunden gleichzeitig zu schicken. Des Weiteren wird somit ein zügiger und problemloser Download ermöglicht. Uns ist es als Deutsche Telekom besonders wichtig, unseren Kunden einen sehr hohen Qualitätsstandard zu bieten.

Die meisten Geräte informieren Sie automatisch, sobald neue Software für Ihren Gerätetyp verfügbar ist. Sie können aber auch selbständig aus dem Menü Ihres Gerätes heraus nachschauen, ob neue Software verfügbar ist. Auf diesem Wege können Sie gegebenenfalls neue Software sogar schneller erhalten. Details entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung Ihres Gerätes.

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(via mobiFlip)

5 Kommentare
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5 Comments

  1. FlutterRage

    2. April 2013 at 18:33

    Hört sich für mich jetzt nicht so wirklich nachvollziehbar an. Wenn ich mir ein Gerät ohne Branding kaufe muss doch auch nicht extra jedes Update an meinen Provider angepasst werden…
    Ich würde ja eher sagen, der ganze Bloatware-Kram, der immer noch zusätzlich installiert wird ist daran schuld und nicht die APNs, die angepasst werden. Und dafür dann 500 Tests? Naja…

    • dennyfischer

      dennyfischer

      2. April 2013 at 19:06

      Geräte mit Branding haben auch spezielle Anpassungen der Funkmodule für die jeweiligen Netze, zumindest manchmal.

  2. jomein

    3. April 2013 at 01:38

    Der Satz ist gut. „So stellen wir sicher, dass Sie Ihr Smartphone ohne softwareseitige Einschränkungen in vollem Umfang nutzen können“ Beim Xperia Z hat die Telekom einige Funktionen deaktiviert. Im vollen Umfang also nicht mehr nutzbar.

  3. Nic

    3. April 2013 at 08:14

    Wenn die so viel anpassen müssen warum funktionieren dann
    Custom Roms? Noch schlimmer ist es das oft kein Update für Geräte mit Branding
    gibt obwohl es eins vom Gerätehersteller gibt. Dieser ganze Branding Müll
    gehört verboten. Immerhin funktioniert ein Telekom Vertrag auch in einem
    ungebrandeten Gerät. Die wollen doch nur das ganze Gerät mit Ihrer ach so
    tollen Software voll müllen. Leider habe ich ein One X mit Telekom-branding und
    ich weiß jetzt, dass ich lieber Vertrag und Handy einzeln kaufe und die paar
    Euro mehr ausgebe als diesen Stress mit der Updatepolitik der Provider zu haben.
    Irgendwann im Oktober hatten die XDA´s schon die ersten Jelly Bean Roms fertig
    aber kaum einer konnte sie nutzen, da
    erst ein Firmware Update der Provider nötig war. Das kam bei der
    Telekom dann erst nach Weihnachten -.-

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