Tut es nicht: Die Kamera-App von WhatsApp zu benutzen ist ein Fehler

WhatsApp Head

Unsplash: Christian Wiediger

Nur weil Apps wie WhatsApp wirklich viel können, muss man nicht alle Funktionen nutzen. Das gilt insbesondere für die integrierte Kamera-App.

WhatsApp und ähnliche Apps bieten für den Versand von Fotos eine eigene Kamera-App an, doch diese In-App-Lösungen sollten manchmal einfach nicht verwendet werden. Entscheidend ist für ein gutes Foto nämlich nicht nur die Hardware eures Smartphones, sondern heute viel mehr die Kamera-Software. Und die Vorzüge der Software des jeweiligen Herstellers gehen verloren, wenn ihr die In-App-Kamera von WhatsApp und Co. verwendet.

Will man seinen Chatpartnern nicht die Augen schädigen, verwendet daher nicht die In-App-Kamera von WhatsApp. Ist natürlich überspitzt, trotzdem steckt da viel Wahrheit drin. Selbst simple Schnappschüsse können richtig mies aussehen, insbesondere bei schwierigen Lichtbedingungen. Außerdem fehlen der Kamera-App zahlreiche Funktionen wie ein Nachtmodus, bei manchen Geräten der Zugriff auf weitere Kamerasensoren und generell sinnvolle Einstellungen (Gitter, Bildformat, etc.).

WhatsApp schießt schreckliche Fotos: Die falsche App kann viel versauen

Schlussendlich fehlt es den Aufnahmen aus der WhatsApp-Kamera an Details, Farben verfälschen, Rauschen setzt früh ein, die Fotos sind schnell matschig oder komplett verwackelt. Gleich beim ersten Beispiel kann ich euch sagen, dass die linke Wand sicherlich nicht im zarten Rosa gestrichen ist. Nachfolgend seht ihr weitere Fotos, links die Kamera-App von Google und rechts die In-App-Kamera von WhatsApp:

Whatsapp Kamera Beispiele (1)

Whatsapp Kamera Beispiele (2)

Whatsapp Kamera Beispiele (3)

Whatsapp Kamera Beispiele (4)

Manchmal fällt der Unterschied dramatischer aus, doch auf jeden Fall ist immer ein Unterschied sichtbar. Nahezu immer sind alle oder wenigstens viel der sichtbaren Farben verfälscht. Wie im ersten Foto können die echten Farben nicht nur etwas anders aussehen, sondern sogar umwandelt werden. Ich lege halbwegs Wert auf gute Fotos, da sind mir die Aufnahmen aus WhatsApp ein richtiger Dorn im Auge. Ich weiß aber auch, dass das vielen völlig egal ist.

Was ich immer mache: Erst das Foto mit der originalen Kamera-App schießen, dann in WhatsApp verschicken. Und da haben wir noch nicht über die starke Komprimierung gesprochen, die WhatsApp sparsamen für den Versand anwendet.

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2 Kommentare zu „Tut es nicht: Die Kamera-App von WhatsApp zu benutzen ist ein Fehler“

  1. Einen sehr ähnlichen Artikel habe ich schonmal gelesen. Ich weiß nicht mehr ob von euch oder der Konkurrenz. Ist mir aber auch egal. Wenn der Artikel von euch gewesen ist ist das total Mkay, nicht jeder liest jeden Artikel und die übermittelte Information ist super.

    Ich habe bis vor einigen Jahren (bis ich den Artikel gelesen habe) gerne die Built-In-Kamera von WA genutzt. Bis zu einem bestimmten Punkt ist das auch nicht ins Gewicht gefallen. Die Kamera vom Nokia 6 Bspw. ist auch mit der Systemapp nicht wirklich in der Lage gute Bilder zu machen. Aber bei einem Smartphone aus der 7er Reihe (wieder Bspw.) mit Mehrfachkamera mit Zeiss Optik sieht man schon einen GANZ MASSIVEN Unterschied. Habe eben mal die Probe aufs Exempel gemacht. Bin dabei nicht exzessiv geworden, RAW habe ich außen vor gelassen. Standardeinstellungen, allerdings maximale (48) MP. Unglaublich wie sehr WA abstinkt.

    Danke für ihre Artikel, ich lese sie sehr gerne und von Zeit zu Zeit bekomme ich mal etwas für mich völlig neues dadurch heraus. Das klingt abwertend, aber wenn man bedenkt dass ich seit dem G1 Android Nutzer bin, für Freunde und Familie Ansprechpartner bei Themen wie „Bootloader entsperren“, „Root“ und „Custom ROM“ bin relativiert sich das.

    Ich wünsche ihnen einen guten Start in 2021, bitte bleiben sie gesund!

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