Nur weil Apps wie WhatsApp wirklich viel können, muss man nicht alle Funktionen nutzen. Das gilt insbesondere für die integrierte Kamera-App.

WhatsApp und ähnliche Apps bieten für den Versand von Fotos eine eigene Kamera-App an, doch diese In-App-Lösungen sollten manchmal einfach nicht verwendet werden. Entscheidend ist für ein gutes Foto nämlich nicht nur die Hardware eures Smartphones, sondern heute viel mehr die Kamera-Software. Und die Vorzüge der Software des jeweiligen Herstellers gehen verloren, wenn ihr die In-App-Kamera von WhatsApp und Co. verwendet.

Will man seinen Chatpartnern nicht die Augen schädigen, verwendet daher nicht die In-App-Kamera von WhatsApp. Ist natürlich überspitzt, trotzdem steckt da viel Wahrheit drin. Selbst simple Schnappschüsse können richtig mies aussehen, insbesondere bei schwierigen Lichtbedingungen. Außerdem fehlen der Kamera-App zahlreiche Funktionen wie ein Nachtmodus, bei manchen Geräten der Zugriff auf weitere Kamerasensoren und generell sinnvolle Einstellungen (Gitter, Bildformat, etc.).

WhatsApp schießt schreckliche Fotos: Die falsche App kann viel versauen

Schlussendlich fehlt es den Aufnahmen aus der WhatsApp-Kamera an Details, Farben verfälschen, Rauschen setzt früh ein, die Fotos sind schnell matschig oder komplett verwackelt. Gleich beim ersten Beispiel kann ich euch sagen, dass die linke Wand sicherlich nicht im zarten Rosa gestrichen ist. Nachfolgend seht ihr weitere Fotos, links die Kamera-App von Google und rechts die In-App-Kamera von WhatsApp:

Manchmal fällt der Unterschied dramatischer aus, doch auf jeden Fall ist immer ein Unterschied sichtbar. Nahezu immer sind alle oder wenigstens viel der sichtbaren Farben verfälscht. Wie im ersten Foto können die echten Farben nicht nur etwas anders aussehen, sondern sogar umwandelt werden. Ich lege halbwegs Wert auf gute Fotos, da sind mir die Aufnahmen aus WhatsApp ein richtiger Dorn im Auge. Ich weiß aber auch, dass das vielen völlig egal ist.

Was ich immer mache: Erst das Foto mit der originalen Kamera-App schießen, dann in WhatsApp verschicken. Und da haben wir noch nicht über die starke Komprimierung gesprochen, die WhatsApp sparsamen für den Versand anwendet.

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.