Die Corona-Krise hat den Streaming-Markt ordentlich angeheizt, denn nicht nur Twitch profitiert davon. Für einen Dienst ist aber schon bald Schluss.

Schon das erste Quartal hat Twitch im Zuge der anhaltenden Corona-Krise Rekordzahlen beschert. Erstmals wurde da innerhalb eines Drei-Monat-Abschnitts nämlich die Marke von drei Milliarden geschauten Stunden geknackt. Jetzt hat Twitch einem Bericht von Streamlabsund Stream Hatchet zufolge diese Zahl nochmal ordentlich nach oben gedrückt.

Im zweiten Quartal sind somit mehr als fünf Milliarden Stunden Watchtime zusammengekommen, was einer Steigerung von 62,7 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal darstellt. Im Jahresvergleich ist das sogar ein Wachstum von 83,1 Prozent. Insgesamt steht Twitch bei einem Marktanteil von 67,6 Prozent – als Streaming-Plattform für Games ist Twitch, die 2014 von Amazon für knapp eine Milliarde Dollar übernommen wurde, quasi konkurrenzlos.

Microsoft macht Mixer dicht – Twitch fast konkurrenzlos

Erst vor wenigen Tagen ist bekanntgeworden, dass Microsoft zum 22. Juli seinen Dienst Mixer einstampfen wird, um sich mit Facebook Gaming zusammenzutun. Mixer war eine aufstrebende Alternative, für die sogar exklusiv der Fortnite-Profi Ninja eingekauft wurde, um Twitch den Rücken zu kehren.

Dabei sah es für Mixer zuletzt gar nicht so schlecht aus. Während sich die Welt in der ersten Jahreshälfte von 2020 größtenteils eingeschlossen hat, waren Streaming-Services ein wichtiges Fenster nach draußen. So schaffte es Mixer auf 106 Millionen geschaute Stunden, einem Plus von 30,6 Prozent gegenüber dem Quartal davor. Ebenfalls geknackt wurde die Marke von fünf Millionen Channels insgesamt, trotzdem bracht es Mixer im zweiten Quartal auf einen Marktanteil von nur 1,4 Prozent, was sogar weniger ist als noch im ersten Quartal.

Profitiert Facebook Gaming vom Mixer-Ende?

Einen steilen Anstieg von knapp 40 Prozent konnte allerdings YouTube Gaming Live mit rund 1,5 Milliarden geschauter Stunden verzeichnen. Facebook Gaming hat ein Quartalsplus von fast 50 Prozent und endete bei 822 Millionen Stunden Watchtime im Q2 2020. Wie sich das Ende von Mixer auswirken wird, bleibt abzuwarten. Wo schaut ihr am liebsten?

(via)

Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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