Netzbetreiber bieten in den eigenen Tarifen in der Regel zwar die meisten Vorteile und Optionen, verlangen aber die höchsten Preise. Dennoch sind angeblich viele deutsche Mobilfunkkunden direkt bei Telekom, Vodafone oder O2.

Wir möchten an dieser Stelle die Umfrage von check24 und Yougov nicht grundsätzlich anzweifeln. Dennoch bin ich überzeugt, dass die Dunkelziffer wohl unter den 50 Prozent liegt. So viele deutsche Mobilfunkkunden sollen nämlich bei einer aktuellen Umfrage angegeben haben, dass sie Kunde direkt beim Netzbetreiber sind. Ich sage euch, warum wir Zweifel haben.

Sehr viele Kunden wohl direkt beim Netzbetreiber unter Vertrag

Ich würde nämlich vermuten, dass viele Kunden zwar ihr Netz kennen, aber nicht ihren tatsächlichen Mobilfunkanbieter. Für etwas weniger Unwissenheit ist es zumindest heute so, dass man den eigenen Anbieter auch auf dem Telefon nachlesen kann. Dort steht dann nicht mehr Telekom, nur weil man im Telekom-Netz ist, sondern der tatsächliche Anbieter, was mir fraenk ist.

50 Prozent der Befragten haben gesagt, sie sind direkt beim Netzbetreiber unter Vertrag. 37 Prozent sind bei einem sogenannten Service-Provider, wozu Congstar, Freenet, 1&1, Aldi Talk und viele andere Anbieter zählen.

Zweifel, ob die Antworten stimmen können

Interessant wird es außerdem dann, wenn wir uns die Antworten anschauen, warum Kunden ihren jeweiligen Anbieter gewählt haben. 44 Prozent haben direkt in den Netzbetreiber mehr vertrauen. Eine schlüssige Antwort. 20 Prozent sagen, sie wählten ihren Vertrag wegen der höheren Surfgeschwindigkeit. Auch das ist nachvollziehbar.

27 Prozent sollen wegen des Datenvolumens ihren Netzbetreiber gewählt haben. Das ist wiederum unschlüssig, denn bei Drittanbietern gibt es längst deutlich mehr Datenvolumen für weniger Geld. Zahlt man für Tarife mit 10 – 15 GB bei Drittanbietern durchschnittlich nur 7,45 Euro je Monat, sind es direkt bei Netzbetreibern doppelt so hohe Kosten.

Ich bin aus erwähnten Gründen nicht direkt bei der Telekom, sondern bei fraenk und daher einer Marke der Telekom-Tochter Congstar. Das ist wesentlich günstiger und die dazugehörigen Konditionen reichen mir aus.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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4 Kommentare

  1. Ich sehe das genauso. Bin bei congstar mit 8GB für 14 Euro. Jetzt wollen sie mich natürlich in einen neuen Vertrag mit 20 GB für 22 Euro locken. Nur würde ich das nie ausnutzen.

  2. Ich hege Zweifel am Zweifel. Bin selbst direkt bei der Telekom. Alle im Bekanntenkreis sind ebenso direkt bei einem Mobilfunkanbieter und nicht über irgendwelche Drittanbieter.
    Die Aussage, dass es bei Drittanbietern mehr Geld fürs Geld gibt ist schlicht falsch. Genau aus diesem Grund sind alle im Umfeld beim Mobilfunkanbieter. Zahle selbst für meinen Magenta M um die 10€ für 50 GB. Für meine Eltern habe ich letztes Jahr 2 Unlimited Max mit 5G bei O2 besorgt. Nach Verkauf des beigelegten Handys bekommen sie monatlich eff. 8€ ausbezahlt. Meine Frau zahlt bei VF dank Gigakombi für 30 GB 2€ im Monat.
    Hinzukommt, dass die Mobilfunkanbieter gerade im Arbeitsumfeld gute Konditionen für Mitarbeiter anbieten.

    Schlecht recherchierter Beitrag.

  3. Ebenfalls seit ewig bei den Netzbetreibern. Start mit Prepaid Telekom im zarten Alter von 16. Mit der Smartphone Ära auf O2 gegangen bis das Netz aufgrund Ortswechsel zu schlecht wurde. Dann 6 Jahre Vodafone bis letzten Oktober, nun zurück bei Telekom (auch Fiber) und Zweitvertrag bei O2. Nur als Datenkarte zum Tablet mal ne Zeit Klarmobil genutzt, war Schrott. Eltern ebenfalls mit Telekom Zweitkarten bestückt. Partner hat alles bei Vodafone.

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