Ein Abonnement ist online schnell abgeschlossen, aber die Kündigung wird uns schwieriger gemacht. Das gilt nicht mehr für Amazon Prime, der Händler hat auf Untersuchungen reagiert.

Ich habe erst im Frühjahr wieder gemerkt, dass sich einige Online-Dienste einiges einfallen lassen, damit Kunden die Kündigung vielleicht doch nicht so schnell vollziehen. Sky konnte man früher per Knopfdruck kündigen. Ich musste diesmal allerdings wieder zur klassischen Methode greifen, denn man hat die Kündigung bei Sky zwischenzeitlich wieder verkompliziert.

Amazon hat die Kündigung von Prime nahezu unmöglich gemacht

Amazon stand beim Prime-Abonnement für ähnliche Methoden in der Kritik. Jetzt gab es von der EU auf die Finger. Denn: Amazon soll den Kündigungsprozess sogar sehr gezielt erschwert haben und konnte damit die Kündigungsquote senken. Eigentlich ein guter Zeitpunkt, bevor die Preiserhöhung aus Amerika nach Europa schwappt.

Die Kündigung war durch zusätzliche Tasten, bunte Farben, irrelevante Informationen und mehrere Zwischenschritte erschwert worden:

Screenshots: You can log out, but you can never leave

Verbraucherschützer und die EU waren aber schneller als die Preiserhöhung da war. Inzwischen wurde bekannt gegeben, dass sich Amazon zur Verbesserung des Abmeldeverfahrens verpflichtet und die notwendigen Veränderungen bereits umgesetzt hat. Schon 2021 gab es Gespräche mit Amazon und die ersten Veränderungen. Nun sind weitere Verbesserungen umgesetzt worden.

Nun wird dieser Text noch weiter reduziert, sodass die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht durch Warnhinweise abgelenkt und von der Abmeldung abgehalten werden. Die Plattform wird im Anschluss an die geführten Gespräche nun die Möglichkeit bieten, sich in zwei einfachen Schritten über eine einfache, gut sichtbare Schaltfläche abzumelden.

Amazon muss die Veränderungen auf allen Webseiten und in seinen Apps für EU-Nutzer umsetzen. Man steht außerdem weiter unter Beobachtung, ob die Abmeldung von Amazon Prime auch in Zukunft so einfach wie vereinbart bleibt.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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1 Kommentar

  1. Naja, der Online-Kündigungsdrückknopf ist jetzt eine gesetzliche Vorgabe für *alle* online abgeschlossenen Verträge. Bin dann gespannt wie diese verbraucherfreundliche Regelung von den Unternehmen zu Nachteil des Kunden umgebogen wird – siehe Cookiebanner.
    Das hat also eher wenig speziell mit Amazon zu tun, obwohl man gerade da sehr kreativ mit den Kündigungswünschen umging. Oder kommt für o2 Mobile auch noch ein extra Artikel, und für Sky, und für WOW, und…

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