Volkswagen hat eine Lösung parat, um Elektroautos jetzt sehr viel schneller und günstiger bauen zu können. Dummerweise greift das neue System noch nicht bei uns in Europa.
Denn hier dauert mal wieder alles etwas länger. Zwar geht 2026 die neue Produktion für MEB+ in Spanien an den Start, mit neuen Einheitszellen aus Salzgitter, das ist aber noch nicht das Niveau wie in China. Dort hat VW in Rekordgeschwindigkeit eine neue Elektroauto-Architektur auf die Beine gestellt, die den Konzern retten sollen.
VW hat sich Rekordzeit neu aufgestellt
Volkswagen plant, bis zum Jahr 2030 den Großteil seiner in China angebotenen Fahrzeuge auf der neuen elektronischen Architektur China Electronic Architecture (CEA) zu fertigen. Die neue Architektur wurde gemeinsam mit Xpeng realisiert. Die ersten Modelle wurden ebenso in Rekordzeit vom Konzeptauto zum Serienfahrzeug realisiert.

VW kann in China jetzt neue Autos unabhängig von Deutschland entwickeln und fertigen. Bis zu 30 Prozent schneller ist die Entwicklungszeit nun. Die Reduzierung der Entwicklungskosten liegt sogar bei bis zu 40 Prozent. Genau das benötigt VW eigentlich weltweit, um endlich aus der schiefen Bahn zu kommen.
Ein großer Unterschied zur hier verwendeten MEB-Architektur, die in Europa derzeit noch verwendet wird, sind die zentralisierten Recheneinheiten und das Ende der Hunderten Steuerteile. Außerdem wird ein deutlich höherer Anteil der Komponenten wieder aus eigener Fertigung bezogen.
VW hat in China die zonale Architektur eingeführt und zugleich seine Elektroautos auf eine 800-Volt-Plattform gestellt.

Die ursprünglich mit dem chinesischen Hersteller Xpeng begonnene Kooperation bei der Architektur wurde im Jahr 2025 übrigens offiziell beendet, sodass Volkswagen die weitere Entwicklung nun in Eigenregie übernimmt. Man hat sich Hilfe geholt, gelernt und geht jetzt gestärkt in die Zukunft.
Neue Architektur in Europa entsteht mit Rivian
Bei uns dauert es noch. Hier wurde ein ähnliches Vorhaben angestrebt, die neue Architektur für die zonale Steuerung der Fahrzeuge entsteht gemeinsam mit Rivian und soll 2027 im ID.1 seine Premiere feiern. Für den elektrischen Antrieb ist dann weiterhin MEB verantwortlich, der Wechsel auf SSP mit 800-Volt kommt wohl 2028.
