VW und der Untergang durch E-Auto-Wandel: Neues Software-Desaster und Weggang wichtiger Mitarbeiter

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Foto: Erik Mclean, Unsplash

VW will den Konzern umbauen, verliert dabei wichtige Personalien und hat immer noch Probleme der letzten Jahre zu bewältigen.

Hätte man bei VW in den kommenden Jahren einfach so weitermachen können, dann stünde das Unternehmen vermutlich nicht an diesem Punkt. Aber auch Volkswagen muss sich neu erfinden, muss die Wende zur Elektromobilität meistern. Doch schon seit Jahren schleppt man sich von einer schlechten Entscheidung zur nächsten, von einem Problem ins nächste „Desaster“.

Desaster soll das sein, was Oliver Blume als Wort dafür gefunden hat, was er bei einem Test des Audi Q6 e-tron in China als Fazit zog. Ausfälle von Bildschirmen und andere Sorgen haben diesen Test wohl begleitet, in der Regel liegt der Problemschwerpunkt bei der VW-Gruppe in der Software. Immer noch, denn VW und seine Marken haben damit schon seit Jahren schwerwiegende Problemfälle.

Cariad war eine ambitionierte Idee, damit wollte Volkswagen für den gesamten Konzern sich beim Thema Software komplett neu aufstellen und alles selbst machen. Der Traum platzte aber schon in den letzten Jahren und bis zu den neuen Modellen, die bereits um Jahre verspätet sind, scheinen schwerwiegende Fehler immer noch nicht beseitigt zu sein.

Durch den Wandel zum Elektroauto ist Software auf einem ganz anderen Level, sie ist immens wichtig und beeinflusst das Auto der Zukunft, gerne auch als „Software Defined Vehicle“ bezeichnet. Insbesondere die deutschen Hersteller tun sich damit immer noch schwer, während Marken wie Tesla schon seit Jahren sehr eingespielt sind bei diesem Thema.

Software auf eigene Faust und die langjährigen Probleme damit

Die Cariad-Probleme werden immer gefährlicher, sollten beteiligte Personen geäußert haben, berichten deutsche Medien wie das Manager Magazin aus ihren Quellen. Inzwischen wissen wir, dass sich Marken wie Porsche von Cardia abwenden und lieber mit Google ins Bett steigen, denn dort funktioniert wenigstens alles.

Intern herrsche inzwischen das komplette Chaos, denn selbst Fahrzeuge auf der selben Plattform haben jetzt eine unterschiedliche Software im Einsatz (Porsche Macan und Audi Q6). Längst sind auch nicht mehr nur die neuen Elektromodelle betroffen, sondern auch neue Verbrenner, darunter der Audi Q3. Inzwischen hört man von Branchenvertretern, dass VW aus mehreren Gründen dem Untergang nahe ist, wenn das so weitergeht.

Denn es kommen weitere Sorgen hinzu, darunter der Weggang der Vertriebschefin. Ausgerechnet jetzt, während Volkswagen seinen Vertrieb und den gesamten Konzern umkrempelt, gehen wichtige Kräfte. Die wohl bald scheidende Vertriebschefin hätte für den gesamten Konzernumbau sogar eine Schlüsselrolle einnehmen sollen, doch es kommt wohl anders.

Abgesehen davon, dass VW derzeit noch einen guten Verbrenner-Absatz hat, wünschen wir uns natürlich einen gelingenden Wandel. Aber es wird ohne Zweifel immer schwieriger, wenn es so viele Hürden intern gibt.

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8 Kommentare zu „VW und der Untergang durch E-Auto-Wandel: Neues Software-Desaster und Weggang wichtiger Mitarbeiter“

  1. Und was ist, wenn dann gerade die Marken in 10 Jahren gut dastehen, die nicht komplett auf das Verbrenner-Aus gesetzt haben und gebetsmühlenartig das E-Auto in den Himmel gelobt haben?

      1. Choina dürfte bald keine Rolle mehr für westliche Autobauer spielen, aus mehreren Gründen, Einfuhrzölle wie in den USA von bis 100%, weitere Beschränkungen seitens der westlichen Staaten was Handel mit Hochtechnologie angeht, in 10 Jahren weiß keiner was sein wird, vermutlich werden sich aber viele westliche Hersteller vom chinesischen Markt zurückziehen und Produktion und Handel eher in Länder wie Indien, Brasilien & Co. verlagern, auch diese werden erkennen, dass Sie von China nur ausgebeutet und in die Zange genommen werden und dann sich davon abwenden

    1. Wer zur Hölle möchte Elektroautos kaufen… Das ist der größte Schrott aller Zeiten. Die Kunden möchten Verbrenner kaufen und keine Steckdosenautos. Ende der Geschichte

      1. Autsch! Aus meinem EAuto geschrieben, was einfach so viel cooler fährt als mein letzter Verbrenner (liebevoll Der Traktor genannt).

  2. Ich finde es schon etwas traurig, warum insbesondere SmartDroid es sich auf die Fahne geschrieben hat, eigene „Meinungsbilder“ zu publizieren und daraus resultierende „Stimmungsbilder“ zu befeuern. Das ist weder Smart, noch Droid.

    Der Wandel bringt viele Herausforderungen mit sich, natürlich besonders für die recht festgefahrene deutsche Automobilindustrie. Warum aber VW auserkoren wurde, um jegliche Negativschlagzeile noch einmal mit einem subjektiven Artikel zu bescheren, ist mir ein Rätsel. Es gibt auch viel Gutes, was im Rahmen des VW-Konzerns passiert ist. Darüber wird aber wenig bis gar nichts geschrieben. Das zeigt mir, dass vermutlich auch nicht wirklich recherchiert oder ein neutraler Blick angewendet wird. Es zeigt mir, dass wie in der Bloggerbranche fast üblich, nur „hinterher geschrieben“ wird. Es zeigt mir aber besonders eins: Der Autor hat scheinbar eine persönliche Affinität für eine Negativ-Stimmungsmache gegen Volkswagen. Journalistische Aspekte – ich weiß das hier ist ein Blog und erfordert kein Journalismus – scheinen zweitrangig zu sein.

    Unabhängig vom Volkswagen Konzern, möchte ich nochmal darauf hinweisen, wie viele Lieferanten hier abhängig sind. Ein Untergang von Volkswagen wäre eine wirtschaftliche Katastrophe fürs Land. Das sollte der ein oder andere Kommentator einmal berücksichtigen.

    Und nun darf der Pranger errichtet werden und die juckenden Finger in ein Shitstorm ausarten :-)

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