Dass Mobile Games in den letzten Jahren bezogen auf die bewegten Geldsummen den klassischen Vertretern in nichts mehr nachstehen – das ist kein Geheimnis. Corona scheint dem ganzen Thema nochmal einen ordentlichen Schub zu verpassen.

Ein Plus von 31 Prozent verzeichnet der weltweite Umsatz mit mobilen Apps und Games im Q1 2021 verglichen mit dem Q1 2020. Mehr als 30 Milliarden Dollar haben Menschen dafür in dem Zeitraum ausgegeben.

Bild: SensorTower

Auf der Seite der Apps sind die Spitzenplätze erwartbar: TikTok, YouTube und Tinder sind über alle App Stores verteilt an der Spitze, scheinen aber besonders iOS-Nutzern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Bei Nutzern vom Google Play Store stehen dafür Google One, Disney+ und Twitch höher im Kurs.

Man beachte: Mit Apps wie Piccoma (einem japanischen Manga-Abo-Service), Bigo Live, LINE Manga und dem Onlineradio Pandora sind Apps in der Top Ten vertreten, die hauptsächlich im asiatischen Markt verfügbar sind.

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Spiele sorgen für den Umsatz am Smartphone

Spiele auf Smartphones und Tablets machen mit gut 21 Milliarden Dollar im Q1 2021 den Löwenanteil des weltweiten Geschäfts aus. Umso spannender ist, was denn da überhaupt die Kohle macht. Und da sehen wir auf dem Thron des Play Stores einen Namen, der für alles steht – nur nicht gute Schlagzeilen.

Spiel sollte indiziert werden – und kassiert jetzt fröhlich weiter

Coin Master stand vor einiger Zeit im Fokus von Satiriker Jan Böhmermann, der daraufhin einiges in Bewegung brachte. Das Spiel sollte sogar indiziert werden. Anfang 2020 entschied sich die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien aber dagegen. Heise beschreibt das Spielprinzip so:

„Coin Master“ ist eine Art Glücksspiel mit Spielautomaten-Funktion und zugleich Elementen, bei denen man etwa Dörfer von Freunden zerstören kann. Neben virtuellem Geld kann auch echtes Geld investiert werden.

Seitdem scheffelt das israelische Studio Moon Active ungehindert fröhlich Geld. Mehr als 100 Millionen Downloads zeigt der Play Store an, bei mehr als 5 Millionen Bewertungen mit mehr als 4 Sternen sogar eine erschreckend gute Quote. Da kommt einiges zusammen: Rund 94 Millionen Dollar alleine im Februar. Bei iOS-Nutzern kommt das Spiel hingegen gar nicht an.

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PUBG Mobile nur bei iOS-Spielern beliebt

Ansonsten machen den größten Teil der bestverdienenden Games chinesische Spieleschmieden aus, wobei PUBG Mobile dank einer großen Spielerschaft unter iOS auf dem ersten Platz zu finden ist (das könnte auch mit dem Ban in Indien zusammenhängen). MMOs wie Honor of Kings, Genshin Impact und Garena Free Fire können ebenfalls hohe Summen umsetzen. Außerdem liest man zwei alte Bekannte in der Top Ten der finanziell erfolgreichsten Spiele: Pokémon GO und Candy Crush.

Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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5 Kommentare

  1. Ich glaube, ich bin zu alt für den Scheiß^^ :)
    In meiner ganzen Smartphone Zeit (Seit Iphone 3G) habe ich noch keinen Cent für ein Handyspiel ausgegeben. Das ist es mir einfach nicht wert. Auch wenn es inzwischen echt hübsche und gut gemachte Spiele gibt. Aber nope. Ingame Einkäufe werden nicht getätigt.

  2. Die freie Marktwirtschaft und darin eigenverantwortliches Handeln ist eben nichts für jeden. Aber keine Sorge, mit dem erneut aufkommenden Sozialismus darf sich zukünftig jeder sicher sein, aufs beste überwacht zu werden, da wird dann schon rechtzeitig von höherer Stelle eingegriffen – big Brother is watching you. Und ist das Einkommen erst einmal bedingungslos, muss nur noch dessen Höhe angepasst werden, um dauerhaft paradiesische Zustände eintreten zu lassen. Freie Spiele für alle!

    1. Die soziale Marktwirtschaft und darin solidarisches Handeln ist eben nichts für jeden. Aber keine Sorge, mit der aufkommenden freien Marktwirtschaft darf sich zukünftig jeder sicher sein, auf Datenschutz zu verzichten und aufs beste überwacht zu werden, da wird dann definitiv nicht von höherer Stelle eingegriffen – big Brother is watching and selling you. Und sind die Einkommen erst einmal gnadenlos gedrückt und die sozialen Standards gegen individual Renditen eingetauscht, muss der unzufriedene Pöbel nur ein wenig nach rechts verschoben werden, um dauerhaft diktaturische Zustände eintreten zu lassen. Game Over für alle!

      1. Lass mich raten: du bist am unteren Ende des Wohlstandes, um nicht zu sagen Bodensatz. Als angehender Marxist hoffst du nun von der Arbeit anderer profitieren zu können. Das Problem dabei: die Nummer geht, wie bei allen sozialistischen Abenteuern, spätestens dann den Bach runter, wenn sich kein Dummer mehr findet, der seine Arbeitskraft zur Verfügung stellt, ohne selbst davon etwas zu haben.

        Dann noch gute Besserung und viel Erfolg beim Schulabschluss und im nachfolgenden Studiengang der Sozialwissenschaften oder Genderstudies, je nachdem, wofür du dich entscheidest. Kopf hoch, wenn’s nichts wird, gehste halt zu McDonald’s Burger verkaufen. Wärst nicht der erste…

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