WhatsApp und vergleichbare Apps haben in den letzten Jahren für ein sehr auffälliges Phänomen im allgemeinen Straßenbild gesorgt. Wobei die Apps nicht grundsätzlich, sondern vielmehr eine besonders beliebte Funktion – die Sprachnachricht. Grundsätzlich sind Sprachnachrichten sehr umstritten. Die eine Seite hasst sie, die andere Seite liebt sie. Es gibt allerdings wirklich sehr viele Liebhaber dieser Funktion, verriet WhatsApp vor einiger Zeit.

Zurück zum Thema, zum Phänomen auf unseren Straßen. Schon seit einiger Zeit sind die Leute zu beobachten, wie sie ihr Smartphone einerseits wie ein Knäckebrot vor das Gesicht halten, andererseits in ähnlicher Haltung ganz nah an ihr Ohr. Für das erste Phänomen ist verantwortlich, wenn die Leute für eine Sprachnachricht in ihr Smartphone-Mikrofon sprechen.


Früher war alles unten

Egal ob Apple iPhone, Samsung Galaxy oder irgendein Chinaphone, die meisten Smartphones hatten lange Zeit nur einen einzigen Lautsprecher an der Unterseite verbaut. Dort ist bis heute oftmals auch wenigstens ein Mikrofon zu finden. Beide dort platzieren Bauteile sorgen letztlich für ein Phänomen der heutigen Smartphone-Generation.


Noch kurioser sieht diese typische Haltung aus, wenn ihr euch das Smartphone seitlich und flach auch ans Ohr haltet. Das ist einerseits der Positionierung der Lautsprecher geschuldet, andererseits auch der Unwissenheit der Nutzer. Es gibt aber einen ganz simplen Trick, womit man Sprachnachrichten viel komfortabler anhören kann. Damit seht ihr weniger bescheuert aus und eure Umgebung hört eure Sprachnachrichten nicht mehr mit.

Es ist wirklich kinderleicht!

Zum Anhören einer Sprachnachricht drückt wir wie gewohnt auf Play, dann haltet ihr euch das Smartphone aber einfach wie bei einem Anruf ans Ohr. Ihr werdet verblüfft sein. Die Sprachnachricht wird nun über die Ohrmuschel des Telefons wie bei einem normalen Anruf wiedergegeben. Für den entscheidenden Umschaltmoment sorgt ein Sensor in der Nähe der Ohrmuschel, der auch bei normalen Telefonanrufen das Touchdisplay ausschaltet.

Unsplash, @hazardos

Verrückt, oder?

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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2 Kommentare

  1. Ist das ein feststehender Begriff, der an mir vorbeigegangen ist?

    „Knäckebrot-Phänomen“, ich musste echt lachen, passt!

  2. Nur zur Verteidigung vieler, die diese Funktion mit Sicherheit kennen: Es ist häufig gerade auf der Straße einfach zu laut um die eingebaute Hörmuschel zu verwenden. Wahrscheinlich gerade damit einem bei lauten Sprachnachrichten nicht gerade das Trommelfell platzt, senkt WhatsApp dabei die Lautstärke. Je nach Sprachnachricht kann das auf der Straße aber viel zu leise sein, weshalb der lautere Lautsprecher verwendet wird. Ist mir schon häufig passiert. Wenn dann keine Kopfhörer dabei sind, wird sich das Handy halt waagerecht ans Ohr gehalten.
    Andersherum natürlich genau das gleiche. Wenn es um einen herum viel zu laut ist und jedes vorbeifahrende Auto lauter ist als die eigene Stimme, will man natürlich so nah wie möglich mit dem Mikrofon an der Geräuschquelle – also dem Mund – sein. Und es hilft. Auch wenn es für dritte vielleicht dämlich aussehen mag. Da Sprachnachricht gerade unterwegs besonders praktisch sind, weil man sich auf andere Fußgänger und generell die Geschehnisse um einen herum besser konzentrieren kann und es gerade unterwegs in der Stadt am lautesten ist, sieht man fremde Leute natürlich häufiger so Sprachnachricht machen oder anhören als anders könnte meinen jeder spricht immer so mit seinem Handy. Ich würde jedoch sagen dass dies nicht der Fall ist oder zumindest wenn dann nur aus Gewohnheit passiert.
    Viel interessanter finde ich es, dass Leute darüber gewertet werden, wie sie sich ihr Handy ans Ohr halten. Wenn wir eine Generation weiter in die Vergangenheit gehen, würde die wahrscheinlich sagen man sollte gar kein Handy unterwegs in der Hand haben und noch eine weitere Generation weiter sogar, dass man überhaupt kein Handy haben braucht. Generationenkriege sind schon kurios. Sogar mehr als das Knäckebrot-Phänomen.

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